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„Gröbenzell ist eine sehr lebendigeGemeinde.“Susanne Kießling-Prinz Büroarbeit gehört dazu, ist aber nicht alles: Pfarrerin Susanne Kießling-Prinz ist auch sozial engagiert. Ihre Station vor Gröbenzell war Kirchheim im Landkreis München. Dort gewährte sie einem irakischen Ehepaar Kirchenasyl. 

Porträt

Das ist die neue Pfarrerin von Gröbenzell

Gröbenzell hat eine neue Pfarrerin. Susanne Kießling-Prinz führt künftig die Zachäusgemeinde. Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und die Führung des Pfarramts – der Aufgabenbereich der Theologin ist groß. Ein gutes Miteinander liegt ihr besonders am Herzen.

Gröbenzell – Noch ist alles etwas neu für Susanne Kießling-Prinz. Wo sind welche Lichtschalter in der Zachäuskirche, wie lässt sich der Türfeststeller lösen, damit der Gemeindesaal nicht zu sehr auskühlt? Um ihre Wege durch die für sie neuen Straßen zu finden, hat sie stets einen Stadtplan bei der Hand.

Kießling-Prinz ist seit Februar Pfarrerin der Gröbenzeller Zachäusgemeinde. Die ersten Tage an der neuen Dienststelle waren schon sehr aufregend, erzählt die 57-Jährige. Umziehen, Wohnung einrichten und sich gleichzeitig in die Führung des Pfarramtes einarbeiten. „Zum Glück teile ich mir das Gebiet mit einer Kollegin, sowohl räumlich als auch was die Aufgaben innerhalb der Gemeinde anbelangt“, sagt Kießling-Prinz, der mit der Ersten Pfarrstelle auch die Gesamtverwaltung obliegt.

Geboren wurde Kießling-Prinz in Arzberg, verbrachte hier aber weniger als die ersten beiden Jahre ihres Lebens.
Da ihr aus München stammender Vater auch Pfarrer war, kennt sie die damit verbundenen Wohnortswechsel bereits aus ihrer eigenen Kindheit. Erste Station nach Arzberg war Mainburg in der Hallertau, mit zehn Jahren kam die Familie nach Penzberg. „Heimisch habe ich mich eigentlich immer in Oberbayern gefühlt“, erklärt die Pfarrerin.

Münchens westliches Umland kennt Kießling-Prinz gut. Ihre erste Pfarrstelle nach dem Studium trat sie in Stockdorf an, zweite Station war Puchheim. Zuletzt war sie Pfarrerin in Kirchheim bei München, wo sie sich sehr wohl gefühlt habe. Da es jedoch Usus ist, dass evangelische Pfarrer etwa alle zehn Jahre die Kirchengemeinde wechseln, wollte sie als wohl letzte Station ihrer beruflichen Laufbahn die Zachäuskirche kennenlernen.

„Gröbenzell ist eine lebendige Gemeinde, in der auch viel im Team gearbeitet wird. Das weiß ich sehr zu schätzen“, begründet sie ihre Bewerbung auf die Pfarrstelle. „Außerdem gibt es hier einen sehr aktiven Asylhelferkreis.“ Die Arbeit mit und für geflüchtete Menschen ist der Theologin eine Herzensangelegenheit: „Zu einer Kirchengemeinde gehört eben auch das soziale Engagement.“ In ihrer Kirchheimer Zeit gewährte sie einem irakischen Ehepaar Kirchenasyl. In Gröbenzell sieht sie die örtliche Asylunterkunft von ihrem Wohnzimmerfenster aus.

Studiert hat die Theologin Susanne Kießling-Prinz in München und Tübingen. Besonders freut sie sich auf die Begegnungen mit den Menschen. Ein gutes Miteinander ist ihr sehr wichtig. Das möchte sie auch in Gröbenzell fördern. Ihr ist es ein großes Anliegen, dass man als Gemeinde zusammen die Botschaft von Gottes Liebe weitergibt. „Das kann man nur, wenn man zusammenhält. Sonst wird man unglaubwürdig“, sagt die Theologin.

Mit ihr in die Gröbenzeller Pfarrwohnung ziehen Ehemann Alois Prinz und die 14-jährige Australian Shepherd-Dame Abby ein. Abby war ursprünglich die Hündin ihrer inzwischen 27-jährigen Tochter, die mittlerweile in München lebt und arbeitet. Der 31-jährige Sohn der Familie ist Arzt in Passau. Bei Kießling-Prinz kommt neben dem Umzug und der Eingewöhnung in Gröbenzell bald noch eine weitere private Veränderung ins Haus: Da ihr Sohn selbst Nachwuchs erwartet, wird sie heuer Großmutter. (Katja Brenner)

Gottesdienst

Eine gute Gelegenheit, Susanne Kießling-Prinz selbst kennenzulernen, besteht am Sonntag, 18. März. Denn dann wird die Theologin bei einem um 15 Uhr beginnenden Einführungsgottesdienst offiziell in ihrer neuen Kirchengemeinde begrüßt. Anschließend organisiert der Kirchenvorstand noch einen kleinen Empfang im Gemeindezentrum.

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