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Ein Jugenbeirat soll entstehen.

Gemeinderat

Jetzt kommt die Jugend in Gröbenzell zu Wort

Marianne Kaunzinger, frühere Fraktionssprecherin der UWG im Gemeinderat, hatte vor gut einem Jahr beantragt, einen Jugendbeirat zu gründen.

Gröbenzell –  Auch wenn Kaunzinger mittlerweile nicht mehr Mitglied des Gremiums ist, wird es den Beirat dennoch geben. Der Gemeinderat hat nun einhellig eine Satzung verabschiedet.

Wie Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) berichtet, gibt es auch bereits Interessenten für das Gremium. Diese müssen offiziell bei der Gemeinde ihre Bewerbung einreichen. Die Bewerber müssen in Gröbenzell wohnen, mindestens zwölf Jahre alt sein und dürfen aber ihren 21. Geburtstag noch nicht gefeiert haben. Der Beirat darf höchstens neun, muss aber mindestens drei stimmberechtigte Mitglieder haben. Gehen mehr als neun Bewerbungen ein, wird eine geheime Wahl durchgeführt.

Zu dieser sind dann alle Gröbenzeller Jugendlichen zwischen zwölf und knapp 21 Jahren (das 22. Lebensjahr darf nicht vollendet sein) aufgerufen. Die Amtszeit des Beirats beträgt zwei Jahre.

Aufgabe ist es, die Gemeinderatsmitglieder zu beraten, die Interessen der Jugendlichen aufzeigen und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie der Bedarf gedeckt werden kann. Der Jugendbeirat kann über Ratsmitglieder und den Bürgermeister Anträge, Anregungen, Stellungnahmen und Vorschläge an den Gemeinderat richten.

Mitglieder des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung können keine Beiratsmitglieder werden. Dieser Passus sorgte im Gemeinderat für eine Diskussion. CSU-Vertreter hatten sich gewünscht, dass die Jugendreferentin – derzeit Karin Spangenberg von der UWG – nicht stimmberechtigtes Mitglied werden soll, wie CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Kammerl erläuterte. Eine Idee, die die Jugendreferentin selber aber ablehnte. „Ich sehe mich nicht als Wächter“, betonte Spangenberg. Brigitte Böttger (CSU) erklärte den Hintergrund des Vorstoßes jedoch so: Sie wünschte sich die Mitgliedschaft der Referentin, um zwischen den Jugendlichen und dem Gemeinderat zu vermitteln. Die Mehrheit des Gremiums lehnte den Antrag aus der CSU aber ab.

Erwachsene sollten nicht in vorderster Front in dem Beirat aktiv sein, für diese Regelung hatte sich auch Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) ausgesprochen.

Allerdings kann die Jugendreferentin trotzdem an den Sitzungen des Jugendbeirats teilnehmen, denn wie die Mehrheit des Gröbenzeller Gemeinderates festlegte, werden die Sitzungen öffentlich sein, eine Altersbeschränkung dafür wurde nicht festgesetzt. An Abstimmungen dürfen sich die Zuhörer aber nicht beteiligen.

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