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Früheres Polizeigebäude an der Augsburger Straße in Gröbenzell. Hier kommt nun die Finanzverwaltung unter, bis es ins neue Rathaus geht. 

Gröbenzell

Kämmerei zieht in altes Polizeigebäude

Gröbenzell hat derzeit ein Übergangsrathaus in der Danziger Straße. Eine Zeit wird das noch so bleiben. Der Rathausneubau ist noch längst nicht fertiggestellt. Die aktuellen Räumlichkeiten sind zu knapp bemessen. Die Kämmerei zieht deshalb in das Polizeigebäude – vorerst.

Gröbenzell – Nach aktueller Prognose wird das neue Rathaus in der Ortsmitte erst Ende des kommenden Jahres fertig. Viele Verwaltungseinheiten werden noch einige Zeit im Gewerbegebiet an der Danziger Straße bleiben müssen. Eine Abteilung hat allerdings kürzlich schon Umzugskisten gepackt: Zwölf Mitarbeiter der Verwaltung (Finanzen sowie die Bereiche Gebäudemanagement und Kindertageseinrichtungen) haben am Freitag die Danziger Straße verlassen. Das Interimsrathaus platze aus allen Nähten, wie Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) erklärt.

Räume stehen leer

Das frühere Polizeigebäude an der Augsburger Straße wird für einige Monate die neue Heimat der Kämmerei werden. Die Räume stehen nämlich seit Anfang des Jahres leer. Die Polizeiinspektion ist nach Olching umgezogen. Das Gebäude entspricht laut Polizei nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards. Im Zuge der kleinen Polizeireform wurden die Zuständigkeiten auf Olching beziehungsweise Germering aufgeteilt.

Dass die Kämmerei nun in das Gebäude einzieht, löst beim Gröbenzeller Sozialdemokraten Peter Falk Verwunderung aus. Denn im Juni hatte der Gemeinderat in einer nicht-öffentlichen Sitzung beschlossen, dass künftig die Caritas auf einer Teilfläche eine Beratungsstelle einrichten kann und weitere Flächen der Musikschule und dem Sozialdienst zur Verfügung gestellt werden sollen.

Bürgermeister Schäfer kann Falks Anfrage wiederum nicht nachvollziehen: Caritas, Sozialdienst und Musikschule werden einziehen – aber erst, wenn die Gemeindemitarbeiter wieder ausgezogen sind. Das sei so auch im Arbeitspapier zur Sitzung gestanden.

Einige Vorbereitungen

Damit die Mitarbeiter der Kämmerei das frühere Polizeigebäude als Büros nutzen können, waren einige Vorbereitungen notwendig. Kostenpunkt: 16 000 Euro. Unter anderem kamen Pinsel und Farbe zum Einsatz, Schäden an den Fußböden wurden beseitigt, ein Schlosser war aktiv und in die EDV musste investiert werden. Die vorhandene EDV-Infrastruktur der Polizei kann aber weiter genutzt, auch die Telefone aus dem Rathaus konnten mitgenommen werden. Die E-Mail-Adressen und die Telefonnummern der Mitarbeiter bleiben, wie sie sind.

Die Investitionen sind durch die von der Polizei hinterlegte Kaution für die gemeindlichen Räume gedeckt. Nach dem Auszug wurden die Räume nicht saniert. Wenn dann die Kämmerei das einstige Polizeigebäude wieder verlässt und in das neue Rathaus umzieht, wird das Gebäude umfassend saniert. (sus)

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