Erneute Diskussion im Gemeinderat

Kirche bietet ihr Gelände als Standort für Kriegerdenkmal an

 Die Diskussion um den künftigen Standort für das Gröbenzeller Kriegerdenkmal war eigentlich schon beendet. Jetzt haben die Gröbenhüter sie neu angestoßen. 

Gröbenzell –Das Mahnmal, das dem geplanten Rathaus-Neubau weichen musste und seit Herbst im Bauhof lagert, könnte nun doch auf dem Grundstück der katholischen Kirche unterkommen, hieß es am Montag auf der Mitgliederversammlung des Historischen Vereins.

Der Gemeinderat berät heute Abend erneut über die Standortfrage, nachdem er im vergangenen Herbst nach ausgiebiger Diskussion entschieden hatte, dem Mahnmal künftig vor dem Eingang des Friedhofs in der Frieden-straße eine neue Heimat zu geben. Marianne Kaunzinger (UWG) hatte sich damals dafür stark gemacht, das Mahnmal auf dem Grundstück der katholischen Kirche aufzustellen. Wie der Diakon der katholischen Kirche, Roland Wittal, im Anschluss an den Gemeinderatsbeschluss offenbarte, hatte es aber weder eine offizielle Anfrage von Seiten der Gemeinde noch eine Diskussion oder einen Beschluss der Kirchenverwaltung zu diesem Thema gegeben.

Lediglich ein inoffizielles Gespräch zwischen dem Kirchenpfleger Johann Höcherl und Bürgermeister Martin Schäfer habe stattgefunden. Darin hatte Höcherl mitgeteilt, dass eine vorübergehende Unterbringung des Denkmals an der Kirche gut vorstellbar, eine dauerhafte Lösung aus verschiedenen Gründen eher problematisch sei. Nun aber konnte Rudolf Ulrich, der Vorsitzende der Gröbenhüter, im Rahmen der Mitgliederversammlung stolz verkünden, es gebe inzwischen einen Beschluss der Kirchenverwaltung, das Mahnmal auf Dauer aufzunehmen.

Ob der Gemeinderat das Angebot annimmt, ist fraglich. In der Diskussion im Herbst hatten mehrere Räte wenig Begeisterung für diesen Standort gezeigt. Das Mahnmal sei kein kirchliches Denkmal, sondern ein Mahnmal gegen Krieg und für den Frieden, im Gedenken an Gefallene egal welcher Religion, argumentierte Reinhard Paesler (CSU) damals. Und für Peter Falk (SPD) stand fest, „einen besseren Ort für ein Mahnmal für den Frieden als die Friedenstraße gibt es nicht“.

Allerdings würde das Mahnmal bei einem Wiederaufbau auf dem Grund der katholischen Kirche zumindest teilweise dahin zurückkehren, wo es einstmals stand. Denn ein Teil des von den Künstlern Hubert Elsässer und Wolf Hirtreiter geschaffenen Mahnmals stand ursprünglich auf Kirchengrund, erinnerte sich Ulrich am Montagabend.  sus

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