Trainieren im Freien (3)

Klimmzüge an der Kraftmaschine

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Der Sommer bringt viele Möglichkeiten mit sich, Freizeit im Freien zu verbringen. Wenn man etwas für die Bikini-Figur tun will, sind Fitness-Parcours im Freien ideal. Handballerin und Tagblatt-Mitarbeiterin Alexandra Müller testet die Angebote im Osten des Landkreises. Heute ist Gröbenzell an der Reihe.

Gröbenzell – Der „4Fcircle“-Bewegungsparcours am Gröbenzeller Gymnasium ist für Jedermann frei zugänglich. An elf Stationen können körperliche Fähigkeiten wie Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit geschult werden. Sowohl für Anfänger als auch für ambitionierte Sportler hält der Parcours die richtigen Übungen bereit. Drei unterschiedliche Belastungsstufen machen ein gezieltes Training möglich. Nach langer Sport-Abstinenz ist es allerdings sinnvoll, sich vor Beginn von einem Arzt medizinisch untersuchen zu lassen.

Los geht es mit dem Rumpfseitheben. Bei der Aufgabe aus dem Kraftmodul legt man sich seitlich mit der Hüfte auf die Rundung und stützt sich mit den Füßen in den Fußrastern ab. Durch Heben und Senken des Oberköpers werden besonders die seitlichen Bauchmuskeln trainiert. Die Arme können entweder vor der Brust verschränkt oder seitlich an den Kopf gehalten werden.

Die nächste Station hält eine große Maschine mit Gewicht bereit, an der Klimmzüge gemacht werden. Diese Übung ist sehr komplex und beansprucht gleich mehrere Muskelgruppen. Zuerst muss das Ausgleichgewicht mit einer Kurbel eingestellt werden. Dreht man nach rechts, ist das Gegengewicht schwerer und die Klimmzüge können einfacher ausgeführt werden. Gerade für Anfänger ist das eine tolle Möglichkeit, Klimmzüge mit ein wenig Unterstützung zu erlernen. Allerdings sollte man genügend Zeit mitbringen – bis das Gewicht richtig eingestellt ist, muss lange an der Kurbel gedreht werden.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das Dips-Gerät. Hierbei wird das Gewicht durch eine Streckung der Arme nach unten gedrückt. Diese Fitnessübung trainiert den Trizeps und die Brustmuskulatur. Ein guter Tipp: Die Position des Ausgleichsgewichtes merken.

An allen Stationen ist es wichtig, bei der Übungsausführung eine gleichmäßige Atmung beizubehalten. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte man zudem immer die Wirbelsäule in einer aufrechten Position stabilisieren. Um einen guten Trainingseffekt zu erzielen, sind zwei bis drei Einheiten pro Woche empfehlenswert.

Neben den vielen Kraftübungen gibt es zwei Stationen zur Schulung der Koordination. Beim Balancieren auf einem schmalen Untergrund und dem Laufen durch die Slalomstrecke aus Reifen werden die Gleichgewichts-, Reaktions- und Orientierungsfähigkeit verbessert. Das ist nicht nur für den Sport wichtig, sondern erleichtert auch das Leben im Alltag. Der Slalomparcours kann entweder im Gehen oder Laufen überwunden werden. Die Schwierigkeit besteht darin, den schwingenden Reifen auszuweichen. Die müssen natürlich zuerst angestoßen werden.

Die Sportlerin und ihr Fazit

Alexandra Müller spielt in der 3. Liga Handball und ist entsprechend fit. Ihr Fazit nach einer Stunde Fitnesstraining lautet: Der Bewegungsparcours in Gröbenzell beinhaltet vielfältige Aufgaben. Besonders die Maschinen mit Gegengewicht sind super geeignet, um das Trainingsprogramm exakt auf die eigenen Fähigkeiten abzustimmen. Einige der Schilder mit Erklärungen sind jedoch leider schon etwas heruntergekommen und deshalb schwer zu entziffern. Das Gelände an der Wildmoosstraße ist sehr weitläufig. Es ist viel Platz vorhanden und nach dem Workout steht sogar noch ein Platz zum Fußballspielen zur Verfügung. Teilweise sind die Stationen auf dem großen Platz aber schwer zu finden. Das war der letzte Teil der Sommer-Fitnessserie.

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