Schilder weisen auf die Anleinpflicht hin.

Gröbenzell

Lokalpolitiker begrüßen Anleinpflicht für Hunde am Böhmerweiher

Die Aufregung unter Hundebesitzern war groß, als vor wenigen Wochen rund um den Böhmerweiher plötzlich Schilder aufgestellt wurden. Auf ihnen ist zu lesen: „Hunde sind an der Leine zu führen“. Dem Gröbenzeller Gemeinderat wurde nun mitgeteilt, dass die Anleinpflicht ein Bürgerwunsch war.

Gröbenzell –  Wie Peter Falk (SPD) seinen Gemeinderatskollegen berichtete, war im Rahmen einer Bürgerversammlung im Bezirksausschuss Aubing, Lochhausen, Langwied ein Antrag von Bürgern angenommen worden, die Anleinpflicht einzuführen. Der Bezirksausschuss selber habe dann nach mehrfacher Beratung diese neue Reglung einhellig für gut befunden. Das Kommunalreferat der Stadt München hat daraufhin die Schilder aufstellen lassen.

Jogger meiden den Böhmerweiher

Eine Entscheidung, die Falk als gerechtfertigt und richtig kommentierte. Denn ihm war zu Ohren gekommen, dass so mancher Jogger das Böhmerweihergelände aufgrund der freilaufenden Hunde nicht mehr für sein Hobby nutzte. Sein Parteifreund Axel von Walter outete sich ebenfalls als „Freund der Anleinpflicht“.

Unterschiedlich waren die Auskünfte auf die Nachfrage Reinhard Paeslers (CSU), ob die Gemeinde als Mitbesitzer des Böhmerweihergeländes vorab über die Aufstellung der Schilder informiert worden war. Während Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) berichtete „wir wurden kurz vor der Aufstellung informiert“, wusste sein Stellvertreter Martin Runge (Grüne) davon nichts. Runge vertrat zu diesem Zeitpunkt den im Urlaub weilenden Bürgermeister. Und laut dem Vize-Rathauschef war auch in der Verwaltung nichts von der Planung der Stadt München bekannt, Schilder am Böhmerweiher aufzustellen. Runge zeigte sich wenig begeistert darüber, dass die Gemeinde vorab nicht informiert wurde. Er ging davon aus, dass so etwas in Abstimmung mit allen Eigentümern entschieden werden müsste.

Die Eigentümer der Böhmerweiher

Neben der Stadt München und der Gemeinde Gröbenzell sind auch Puchheim und der Erholungsflächenverein – in dem die Stadt München und einige weitere Landkreise und Kommunen Mitglied sind – Eigentümer des Sees.

In einem Punkt aber konnte der Jurist von Walter die Gemeinderäte beruhigen. Er schließt es aus, dass Gröbenzell sich an der Bezahlung der Schilder beteiligen muss. (sus)

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