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Aufatmen im Gemeinderat

Luft in Gröbenzell ist besser als gedacht

Die Gröbenzeller, vor allem die Bürger, die an der stark befahrenen Olchinger Straße leben, können erst einmal aufatmen – und das ist wortwörtlich gemeint. 

Gröbenzell – Messungen haben ergeben, dass die Stickstoffdioxidbelastung an der Straße unter dem Grenzwert der Verordnung des Bundesimmissionsschutzgesetzes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel liegt.

Eine Veröffentlichung im Herbst vergangenen Jahres hatte so manchen Bürger aufgeschreckt. Denn für die Ortsdurchfahrt Lochhausen war für eine Stickstoffdioxidbelastung von 50 bis 60 Mikrogramm je Kubikmeter Luft im Jahresdurchschnitt ermittelt worden. Ein Wert, der allerdings nicht durch Messung, sondern durch Rechenergebnisse mit Hilfe von Simulationsmodellen entstanden ist. Es war also zu befürchten, dass für die Olchinger Straße ähnliche Werte zu erwarten sind, da sie ebenso viel befahren ist wie die Lochhauser Straße.

Das Rathaus aber wollte es genau wissen und gab eine Analyse in Auftrag. Gemessen wurde an der Straße von Mitte September bis Mitte Oktober 2017, da wo die größte Belastung zu erwarten ist, an der Abbiegung zur Freyastraße und im Bereich der Esso-Tankstelle. Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) betonte im Gemeinderat angesicht der Veröffentlichung der Messergebnisse: „Wir wollten die höchste Schadstoffbelastung sehen und nicht die niedrigste.“ Dabei hat sich für den Bereich nahe der Abbiegung von der Olchingerstraße in die Freyastraße ein Mittelwert von 33,5 Mikrogramm und für den Bereich um die Esso-Tankstelle ein Mittelwert von 22,3 Mikrogramm ergeben.

Die Sache hat allerdings einen Haken. Ob die Anwohner auf lange Sicht unbedenklich tief durchatmen können, ist nämlich noch offen. Denn der für die Messung zuständige Werner Zittel von der Ludwig Bölkow Stiftung schließt nicht aus, dass bei einer ganzjährigen Messung im Bereich der Tankstelle der Jahresgrenzwert überschritten wird.

Die Gröbenzeller Gemeinderäte aber waren angesichts der aktuellen Ergebnisse erst einmal erleichtert. „Dass wir die Messung gemacht haben, führt zu Beruhigung“, betonte die Fraktionsvorsitzende der CSU, Brigitte Böttger. Gemeinderatsmitglied Peter Falk (SPD) wünschte sich aber bei zunehmender Verkehrsbelastung auch eine erneute Messung.  sus

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