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Figuren der ersten Krippe im Maximilianeum stammen aus Gröbenzell

Maria und Josef für den Landtag

Maria, Josef und das Christuskind sind in den Bayerischen Landtag eingezogen. Dort steht heuer zum ersten mal eine Krippe. Die Figuren wurden in Gröbenzell geschnitzt – und zwar von keinem Unbekannten.

München/GröbenzellDer Christbaum im Steinernen Saal des Maximilianeums ist aus Oberfranken, die Krippe darunter aus Oberbayern. In und um dem Stall, den der Krippenbauer Franz Kister aus Ebersberg in 100 Arbeitsstunden auf altem Holz gefertigt hat, sind die traditionellen Figuren arrangiert. Geschnitzt hat sie der Gröbenzeller Michael Jaumann.

Ausgeführt ist das Ganze im ländlich-bayerischer Stil. „Der Josef zum Beispiel trägt eine Schürze und hat Haferlschuhe an“, erklärt Holzbildhauer Jaumann. Den Politikern jedenfalls gefällt die Krippe. Das wurde bei der Vorstellung deutlich. Der Landtagsvizepräsident und Stimmkreisabgeordnete Reinhold Bocklet war besonders angetan, wohnt er doch selbst in Gröbenzell. Bocklet legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass nicht er sondern Krippenbauer Kister den Holzbildhauer vorgeschlagen hat.

„Der Franz kauft schon seit einigen Jahren seine Figuren bei uns“, erklärt Michael Jaumann. „Als er dann den Auftrag für die altbayerische Krippe im Landtag erhalten hat, ist er sofort zu mir gekommen und hat sich die passenden Figuren ausgesucht.“ Die Idee, im Landtag heuer zum ersten Mal eine Krippe aufzustellen, stammt von Thomas Huber, Abgeordneter aus dem Kreis Ebersberg. Der war sofort überzeugt, dass Franz Kister der Richtige für diese Aufgabe ist. Der ist mit seinem Ebersberger Krippenweg im ganzen Landkreis bekannt.

Den bayerischen Stall im Maximilianeum bevölkern unter anderem die heilige Familie, die drei Könige und mehrere Hirten mit ihren Schafen. Alle Figuren sind aus Ahornholz gearbeitet und mit Ölfarbe bestrichen. Die Menschen sind ungefähr 16 Zentimeter groß, die Tiere wurden proportional dazu angeglichen. „Die meisten Figuren werden maschinell vorgearbeitet, danach per Hand vollendet“, erklärt Michael Jaumann, der sich ebenfalls über die Landtagskrippe freut: „So sehen sie mehr Leute und sie werden hoffentlich über die Region hinaus bekannt.“

Michael Jaumann (53) ist Inhaber der Holzbildhauerei Kreutz, die seine Familie in der dritten Generation führt. Großvater Josef Kreutz hatte den Betrieb 1946 gegründet. Dort können Kunden aus über 1000 verschiedenen Figuren auswählen. Die Käufer kommen aus ganz Deutschland.

Seit Ende der 1940er Jahre ist die Holzbildhauerei zudem mit einem Stand auf dem Münchner Kripperlmarkt vertreten. Was Michael Jaumann immer besonders freut: „In der Vorweihnachtszeit sind viele Menschen sehr gestresst. Wenn sie dann in unseren Laden kommen und sich eine Krippenfigur aussuchen, fällt ein Stück von ihrer Ruhelosigkeit von ihnen ab und sie erinnern sich wieder an die schönen Seiten von Weihnachten.“

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