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Marode Linde vor Kirche darf nun doch gefällt werden

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© sus

Das Schicksal der stattlichen Linde in der Kirchenstraße vor der katholischen Kirche ist besiegelt. Der Baum darf gefällt werden, hat der Bauausschuss vor Kurzem einhellig beschlossen.

Gröbenzell – Die katholische Kirchenverwaltung kämpft bereits seit Jahren darum, den Baum, der knapp 19 Meter hoch ist und einen Stammumfang von 270 Zentimetern besitzt, beseitigen zu dürfen. 2013 hatte sie schon einmal dessen Fällung beantragt. Dies war aber vom Bauausschuss im Januar 2014 abgelehnt worden. Der Kirche war gutachterlich empfohlen worden, den Baum regelmäßig zu pflegen und zu kontrollieren. Doch im Sommer diesen Jahres brach ein großer Ast von dem Baum ab. Seitdem verhindert ein Absperrband das Betreten der umliegenden Wiese.

Die Kirche beantragte daraufhin erneut die Fällung, weil Gefahr bestehe, dass weitere Äste abbrechen und Menschen verletzt werden könnten. Doch der Gröbenzeller Bauausschuss lehnte das im Juli erneut ab. Der Baum sei ortsbildprägend hieß es.

Rückschnitt wäre kostenintensiv

Allerdings beschloss das Gremium auch, dass erneut ein Gutachten eingeholt werden soll, um die Vitalität des Baumes klären. Ein Beschluss, den der Gemeinderat wenig später bestätigte. Dieses Gutachten hat nun ergeben, dass die Linde schwerwiegende Schäden aufweist und nicht ausreichend verkehrssicher ist.

Zwar könne der Baum „kostenintensiv“ durch einen starken Rückschnitt wieder sicher werden. Doch dazu müsse die Krone auf einen acht Meter hohen Torso herabgesetzt und die Seitenäste um etwa zwei Meter gekürzt werden. Damit wäre zwar eine Erhaltung des Baums um geschätzte bis zu zehn Jahre möglich, doch die Gestalt des Baumes würde sich stark verändern. Der Gutachter empfahl daher unter Betrachtung aller Gesichtspunkte die Fällung des Baumes.

Die dadurch entstehende Lücke muss aber wieder gefüllt werden. Die Kirche müsse einen Ersatzbaum pflanzen, erläuterte der Vorsitzende des Bauausschusses Martin Runge (Grüne) auf Nachfrage von Michael Schweyer (CSU). Die Kirche hatte auch bereits angeboten, die Linde durch einen Baum mit einem Stammumfang von bis zu 40 Zentimetern zu ersetzen. Bis dieser Baum ortsbildprägend ist, werden aber wohl einige Jahre vergehen.  

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