Hatte in den vergangenen Monaten nicht viel zu lachen: Der Betreiber der Mensa im Gymnasium Gröbenzell, Dietmar Gröbl. Foto: tb

In Gröbenzell

Mensa-Problem am Gymnasium

Gröbenzell – Voller Stolz präsentierte das Gymnasium vor knapp drei Jahren sein von Promi-Koch Alfons Schuhbeck unterstütztes Mensa-Konzept. In den vergangenen Monaten war dort allerdings Magerkost statt Sterneküche angesagt: Wegen Schimmelbefalls musste die Mensa saniert werden.

„Verhungern musste bei uns niemand“, betont der Direktor des Gymnasiums, Boris Hackl. Noch vor einem Jahr präsentierte das Gymnasium stolz seine Mensa. Täglich wurden vor Ort Gerichte frisch zubereitet. Mensabetreiber Dietmar Gröbl suchte händeringend nach Möglichkeiten, wie er den Betrieb wirtschaftlich verbessern könnte. Er dachte unter anderem daran, Kindergärten vor Ort zu bekochen oder als Caterer zu arbeiten.

Wenig später wurden die Pläne über den Haufen geworfen. Wegen der großen Nachfrage und aus lebensmittelhygienischen Gründen war geplant, die zehn Jahre alte Mensa umzubauen. Dabei wurde jedoch „eine erhebliche Durchfeuchtung von Böden und Wänden festgestellt, verbunden mit Schimmelbildung“, erläutert Landratsamt-Sprecherin Ines Roellecke. Ein Baubiologe und ein Sachverständigenbüro wurden eingeschaltet. Die Folge war, dass Bauteile abgebrochen, andere getrocknet werden mussten. Der Mensabetrieb war deshalb seit Herbst vergangenen Jahres nur noch extrem eingeschränkt möglich.

Wie Hackl berichtet, standen in dieser Zeit allenfalls zwei Gerichte zur Auswahl, ein vegetarisches und ein nichtvegetarisches. Nachtisch und Salat fielen weg. Tagelang war sogar lediglich den Kindern der offenen Ganztagsschule eine warme Mittagsmahlzeit angeboten worden. Mehr zu produzieren war in dieser Zeit aufgrund der Bauarbeiten nicht möglich. Andere Schüler mussten mit Obst, Leberkäs- oder Schnitzelsemmel vorliebnehmen.

Mittlerweile ist laut Roellecke die neue Küche fertiggestellt und die Nutzung soll nach und nach wieder aufgenommen werden. Für Hackl war der monatelang eingeschränkte Mensabetrieb kein Drama. „Das ist nicht erfreulich, aber kein Beinbruch“, kommentiert er die Einschränkungen. Er selber habe auch in dieser Zeit in der Mensa gegessen. „Und ich habe mich nicht schlecht ernährt gefühlt“, betont er.

Der Vorsitzende des Elternbeirates, Notker Lampart, zeigt weniger Verständnis. Er ist verwundert darüber, dass die Mensa rund zehn Jahre nach ihrer Erstellung bereits wieder saniert werden musste und spricht von „Pfusch“. Seiner Ansicht nach hätten die Verantwortlichen beim Bau genauer kontrollieren müssen. Schließlich wisse jeder private Bauherr, „wenn man den Handwerkern nicht permanent auf die Finger schaut, schleichen sich Fehler ein“.

Gleichzeitig ist Lampart froh, dass Mensa-Betreiber Gröbl in dieser Zeit nicht abgesprungen ist. Allerdings hat der Elternbeiratsvorsitzende die Befürchtung, dass die Schulküche Kunden verloren hat. Denn die Gaststätte im nahen Freizeitheim wurde bereits in der Vergangenheit vor allem von älteren Schülern gern für die Mittagspause genutzt. Diese Zahl könnte sich jetzt noch vergrößert haben. (sus)

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