Geldscheine liegen auf einem Mietvertrag
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In einem Haus steigen die Mieten.

Gröbenzell

Mieten für Wohnungen im Ortszentrum werden erhöht

Gröbenzell – Der Gröbenzeller Gemeinderat hat die Mieten im Haus an der Kirchenstraße 12 erhöht. Das 1962 errichtete Gebäude hatte die Kommune per Vorkaufsrecht erworben. Viele kenne es: Im Erdgeschoss werden Drogerieartikel verkauft, darüber liegen drei Wohnungen.

Nachdem zwei Mieter gekündigt hatten, lag dem Gemeinderat eine Neukalkulation vor. Der mehrheitliche Beschluss: Für alle drei Wohnungen müssen künftig neun Euro je Quadratmeter Kaltmiete gezahlt werden. Vorher war die Miete unterschiedlich hoch.

Der verbliebene Mieter muss nun 48 Cent mehr pro Quadratmeter bezahlen – insgesamt stehen ihm 63 Quadratmeter zur Verfügung. Die Miete für diese Wohnung war zuletzt 2010 angehoben worden.

Wesentlich tiefer in die Tasche greifen als bisher müssen die neuen Mieter für die beiden anderen Wohnungen (beide knapp 86 Quadratmeter groß). Bislang belief sich die Miete nämlich auf 3,66 Euro beziehungsweise 7,23 Euro je Quadratmeter. Hier fand die letzte Anpassung 2002 statt.

Peter Falk (SPD) wehrte sich heftig: „Es ist nicht die Zeit für Mieterhöhungen.“ Das würde das Gesamtniveau künstlich in die Höhe treiben. Er sagte, dass die Stadt Dachau weniger als sieben Euro pro Quadratmeter verlange. Mit seinem Antrag gegen die Erhöhung scheiterte Falk allerdings.

Ursula Retz (Grüne) schlug vor, für die beiden neu zu vermietenden Wohnungen ebenfalls 8,52 Euro je Quadratmeter zu fordern, diese Miete musste bisher für die noch bewohnte Wohnung bezahlt werden. Auch das fiel durch.

Die Mehrheit (16:12 Stimmen) sprach sich aber für den Vorschlag Helmut Bergers (UWG) aus, für alle drei Wohnungen neun Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zu verlangen. „Die Wohnungen sind in bester Lage,“ argumentierte er. Karin Spangenberg (UWG), die die Wohnungen an der Kirchenstraße besichtigt hatte, war von deren Zustand begeistert. „Ich würde dort sofort einziehen“, schwärmte sie. (sus)

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