Gericht

Mit Einbrüchen den Drogenkonsum finanziert

Es waren die Drogen, die zwei Köchen aus München (26) und Altötting (25) zum Verhängnis wurden. Um ihren Konsum zu finanzieren, kamen sie auf eine dumme Idee: 

GröbenzellSie brachen in Häuser ein und stahlen Schmuck und Computer – einmal auch nur eine Fanta. Auch in Garmisch-Partenkirchen, Gröbenzell, Gilching und München schlugen sie zu. Am 5. Januar 2016 wurden sie geschnappt. Gestern begann ihr Prozess wegen Wohnungseinbruchdiebstahl.

Die meisten Fälle, die die Anklage auflistet, spielen im Regierungsbezirk Schwaben. Doch auch in Oberbayern trieb das Duo sein Unwesen. Die größte Beute auf einen Schlag machten die Männer allerdings in Gröbenzell, wo sie am 31. Dezember 2015 eine Terrassentür einschlugen. Sie stahlen 18 wertvolle Schmuckstücke, darunter Goldketten, Ringe und Anhänger, im Gesamtwert von 18 000 Euro. Dazu hinterließen sie einen Sachschaden von 2500 Euro. Zwei Tage später machten sie sich wieder an einem Haus in der Gartenstadt zu schaffen und brachen die Terrassentür auf. In diesem Moment entdeckte sie jedoch der Nachbar und sprach die beiden an, die daraufhin die Flucht ergriffen.

Wiederum zwei Tage später stahlen sie aus einem Haus in Gilching Gegenstände im Wert von mindestens 1200 Euro, darunter Geräte der Marke Apple, Schmuckstücke und eine Reisetasche.

Zwei der Fälle spielen in München: Am 20. Dezember 2015 gaukelten sie einem Juwelier Am Radlsteg das Interesse an einer goldenen Königskette im Wert von 4200 Euro vor. Der 25-Jährige durfte das Schmuckstück schließlich anprobieren und sich damit im Spiegel neben der Eingangstür betrachten. Doch dann riss er die Tür auf – und weg waren die Diebe.

Die Einbrüche und den Diebstahl geben die beiden Männer zu. Kein Geständnis gibt der 25-Jährige aber bei einem besonders schweren Raub ab, den ihm die Staatsanwältin vorwirft. In der Nacht vor Heiligabend 2015 soll er die Rezeptionistin einer Pension mit dem Messer bedroht haben. Aus dem Tresor habe er dann 155 Euro sowie Schlüssel erbeutet.

Die beiden Köche hatten sich 2014 in Landsberg im Gefängnis kennengelernt. Danach arbeiteten sie gemeinsam in einem Hotel. Ihr erklärtes Ziel ist es, vom Gericht in eine Entzugsanstalt eingewiesen zu werden. Der Prozess dauert an.  ng

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