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Der Chemieschutzanzug kommt zum Einsatz, wenn es die Retter mit besonders giftigen Stoffen zu tun haben. 

Gröbenzell

Kreisfeuerwehrtag: Die Modenschau der Lebensretter

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Die Feuerwehr ist angerückt, die Wasserwacht ist da und auch Technisches Hilfswerk sowie der Rettungsdienst sind unter Sirenengeheul herbei geeilt.

Gröbenzell –  Großeinsatz in Gröbenzell – doch Gefahr besteht nicht. Die Helfer machen Werbung in eigener Sache. Rund 110 Retter präsentierten sich am Samstag beim Kreisfeuerwehrtag dem staunenden Publikum.

Die Helfer demonstrierten verschiedene Einsatzübungen, zum Beispiel was bei einem Verkehrsunfall passiert oder bei einer Brandbekämpfung mit Menschenrettung. Außerdem zeigte die Feuerwehr wie eine Fettexplosion entsteht und wieder gelöscht wird und was sie bei einem Zimmerbrand machen.

In voller Montur präsentiert sich ein Taucher der Wasserwacht dem Publikum.

Der Einladung zum Tag der offenen Tür folgten knapp 4000 Besucher, darunter hauptsächlich Familien. „Das ist auch unser Fokus“, erklärt Kommandant Christan Weirauch. „Die Kinder dürfen auch selber ein bisschen löschen und natürlich Rundfahrten mit der Feuerwehr machen.“ Darüber hinaus gab es eine Ausstellung rund um das Feuerwehrhaus, mit verschiedenen Infoständen der einzelnen Landkreisfeuerwehren oder Hilfsorganisationen. Zudem konnten sieben Fahrzeuge erkundet werden.

Ein Höhepunkt des Tages war aber die Modenschau der Feuerwehr: Den Anfang machte die klassische Ausrüstung zur Brandbekämpfung, inklusive Wärmebildkamera, Nachtsichtgerät und Atemmaske. „Wir hatten dieses Jahr knapp 140 Einsätze“, erklärt Weirauch. „Davon sind die meisten technische Hilfeleistungen, wie etwa eine Wohnungstür zu öffnen, danach kommen aber Brände.“

Dass die Feuerwehr aber nicht nur Feuer löscht, Türen öffnet oder Keller auspumpt, zeigte sich bei den anderen Outfits der Modenschau. Darunter waren beispielsweise ein Imker-Schutzanzug, ein Taucheranzug, ein Infektionsschutzanzug oder auch diverse Kletterausrüstungen. Fast schon außerirdisch muteten der Hitzeschutzanzug und der Chemikalienschutzanzug, kurz CSA, an. Beide schienen eher nach Hollywood zu gehören als in die Wildmoosstraße. Ersterer sieht aus wie ein Raumanzug mit Alufolie, in dem gelben Chemieschutz hätte auch ein Ghostbuster stecken können. „Ich habe mich wie ein aufgeblasenes Gummibärchen gefühlt“, erklärt Andreas Freier, der den CSA präsentierte. Nach der Vorführung war der Feuerwehrmann erschöpft. Er war froh, den verschwitzten Anzug wieder ausziehen zu dürfen. „Wir sind auf alles vorbereitet“, erklärt Kommandant Weirauch.

Am Ende nahm sich die Feuerwehr dann aber doch nicht so ernst: Denn zur Grundausstattung zählte für sie auch eine klassische Lederhose und ein Sauna-Outfit mit Handtuch und Kelle.  alp

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