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Viel Regen und warm: Dieses Frühjahr war ideal für Mücken. Deshalb gibt es heuer besonders viel davon. 

Kinder total zerstochen

Mückenplage in Gröbenzell – gespritzt wird trotzdem nicht

 Mücken verleiden einem derzeit das Draußensitzen. Auch in Gröbenzell sind unzählige der Plagegeister unterwegs. „Meine Kinder sehen aus wie ein Streuselkuchen“, klagte Inga-Verena Wiebers (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. 

GröbenzellAndere Kommunen würden etwas gegen die Mücken unternehmen, zum Beispiel bringen sie im Vorfeld Gift aus. Deshalb wollte Wiebers von Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) wissen, ob die Gemeinde nicht auch etwas tun könne.

Wiebers ist nicht die einzige, die die vielen Mücken stören. Auch andere Bürger haben sich bereits beklagt. Eine Gröbenzellerin hat beispielsweise an UWG-Gemeinderat Stefan Steinherr geschrieben, dass ihre Kinder ab 17 Uhr nicht mehr das Haus verlassen können. Sonst würden sie total zerstochen.

Doch die Beschwerden beeindruckten den Bürgermeister nicht. Er stellte unmissverständlich klar: „Ich werde nicht spritzen.“ Er sehe dazu keinerlei Veranlassung. Denn auch dort, wo gespritzt werde, würden die Leute gestochen werden und sähen wie aus Streuselkuchen.

Auch Umweltreferentin Monika Baumann (Grüne) warnte davor, die „chemische Keule“ einzusetzen. „Ich weiß, die Plage ist derzeit groß“, räumte sie zwar ein. Sie sagte aber auch: „Der beste Schutz vor Mücken ist eine intakte Umwelt.“ Solange es Vögel und Fledermäuse gebe, bekomme man auch die Mücken in den Griff, ist sie überzeugt. Würden allerdings die Insekten vernichtet, sterben auch Vögel und andere Insektenfresser, warnte Baumann.

Auch die Initiative „Mückenplage nein danke“, die sich am Ammersee gebildet hat, da dort die Anwohner enorm unter den Stechtieren leiden, rät dazu, Brutkästen rund ums Haus aufzuhängen. Denn Vögel und Fledermäuse fressen die Mücken.

Darüber hinaus gibt es ganz einfach Mittel, wie man Brutstätten für Schnaken verhindern kann. „Mückenplage nein danke“ rät unter anderem, Regentonnen abzudecken, Pfützen unter Blumentöpfen zu vermeiden sowie bei Vögelbädern regelmäßig das Wasser auszutauschen. Denn Regentonnen, Gießkannen und andere Wasserbehälter werden von den Hausmücken zur Vermehrung genutzt. Darin reifen ihre Larven , während die Überschwemmungsmücke in Pfützen gedeiht. (sus)

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