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In Gröbenzell

Nachspiel zum Kriegerdenkmal

Am Vorabend des Volkstrauertages kamen Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche, der Gemeinde, der Vereine und der Bundeswehr am Mahnmal zusammen, um der Opfer der beiden Weltkriege zu gedenken. 

Gröbenzell Zum letzten Mal fand das im Ortszentrum statt. Denn wie berichtet, soll das Mahnmal wegen des Rathausneubaus an die Friedenstraße vor den Friedhof verlegt werden. Der geplante Umzug hatte nun im Gemeinderat im Nachspiel.

Diakon Roland Wittal von der katholischen Pfarrgemeinde hatte sich in einem offenen Brief an alle Gemeinderäte über die Standortdebatte beklagt. Es sei die Behauptung aufgestellt worden, „die Kirchenverwaltung St. Johann Baptist habe beschlossen, dass sie das Kriegerdenkmal nicht auf kirchlichem Grund aufstellen will“. Es habe aber weder eine offizielle Anfrage der Gemeinde noch eine Diskussion oder einen Beschluss der Kirchenverwaltung gegeben, betonte Wittal. Lediglich ein inoffizielles Gespräch zwischen Kirchenpfleger Johann Höcherl und Bürgermeister Martin Schäfer habe stattgefunden. Dabei sagte Höcherl, „dass eine vorübergehende Unterbringung des Denkmals an der Kirche gut vorstellbar ist, eine dauerhafte Lösung aus verschiedenen Gründen eher problematisch“ sei.

Doch in der Gemeinderatssitzung sei der Eindruck erweckt worden, dass das Ehrenmal nicht in der Ortsmitte bleiben kann, weil die katholische Pfarrei es nicht haben möchte, beklagte Wittal. Und er kritisiert: „Dies empfinden wir als unaufrichtig, und es widerspricht der bisherigen offenen Art und Weise des Umgangs.“ Er ist überzeugt, da bei der Planung des Rathausneubaus kein neuer Ort für das Mahnmal vorgesehen wurde, stehe fest: „Die Mehrheit des Gemeinderates will es nicht um das neue Rathaus haben.“

Bürgermeister Martin Schäfer wies die Kritik zurück. „Ich habe es anders in Erinnerung“, sagte er und stellte klar: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Kirche verhandlungsbereit wäre.“ Für die Mehrheit des Gemeinderates stand aber bei der Entscheidung fest, das Mahnmal für den Frieden gehöre gar nicht auf Kirchen-, sondern auf Gemeindegrund. Denn es sei kein kirchliches Denkmal, sondern ein Mahnmal gegen Krieg und für den Frieden, im Gedenken an Gefallene egal welcher Religion, hatte Reinhard Paesler (CSU) im Rahmen der Diskussion im Oktober argumentiert. Und Peter Falk (SPD) erklärte damals: „Einen besseren Ort für ein Mahnmal für den Frieden als die Friedenstraße gibt es nicht.“ (sus)

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