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Neubau: Wegen der Witterung gibt es eine Verzögerung von zwei Wochen. Mitte September soll das Gebäude dennoch bezugsfertig sein. 

Aktuelle Zahlen liegen vor

Neubau der Schule wird deutlich teurer

Die Ährenfeldschule in Gröbenzell soll zur Ganztagsschule umgebaut werden. Die Kosten betragen über eine Million Euro mehr, als bisher geplant. Und es könnte noch teurer werden.

Gröbenzell – Die Kosten für den Teilneubau der Ährenfeldschule steigen rapide an, wie jetzt im Gemeinderat bekannt wurde. Bei einer ersten Schätzung im Sommer 2016 war man im Rathaus davon ausgegangen, dass es 5,4 Millionen Euro kostet, die Schule für die Ganztagsbetreuung umzurüsten. Sieben Monate später ergab sich bereits ein Betrag von 5,8 Millionen Euro. Im Nachtragshaushalt 2017 ging man schon von 6,3 Millionen Euro aus. Nun hat der Architekt die neuesten Zahlen vorgelegt. Ergebnis: 6,9 Millionen Euro. „Das ist sehr bedauerlich“, sagte die Schulreferentin Anita Rieger (CSU). Doch sie stellte auch klar: „Die Schule muss fertig gebaut werden“.

Bereits beim Abriss des Altbaus wurde klar, dass die Kosten steigen würden. Hierfür waren ursprünglich einmal 188 000 Euro einkalkuliert worden, tatsächlich wurden es knapp 322 000 Euro. Bei der Entkernung taten sich nämlich einige böse Überraschungen auf, die ordentlich zu Buche schlugen: Unter abgehängten Decken befanden sich Holzwolle-Leichtbauplatten, mit denen niemand gerechnet hatte und die getrennt entsorgt werden mussten. Unter einem sichtbaren Blechdach wurde ein vollständiger Flachdachaufbau entdeckt, Abdichtungsbahnen mussten manuell entfernt und ein Bitumenanstrich abgefräst werden.

Die Kosten für die Baumaßnahme sind auch durch behördliche Auflagen, wie die Einrichtung eines Hydranten im Innenhof, in die Höhe gegangen. Ein weiterer Grund sei konjunkturbedingt, wie Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) erläuterte.

So sei es schwierig geworden, Firmen zu finden, die überhaupt ein Angebot für ausgeschriebene Leistungen abgeben. Dies sei zum Beispiel bei den Arbeiten für die Außenanlagen der Fall gewesen. Lediglich zwei Firmen hätten auf die Ausschreibung reagiert. Das niedrigste Angebot lag schließlich weit über der Kalkulation: Diese war von 385 000 Euro ausgegangen, vergeben wurden die Leistungen für 475 000 Euro.

Wie Martin Runge (Grüne) betonte, umfassen die 6,9 Millionen Euro nicht nur Baukosten. Enthalten seien ebenfalls das Einlagern der Möbel aus dem abgerissenen Bau, das Umsetzen von Containern auf dem Schulgelände und Wartungskosten, die allein rund 60 000 Euro betragen. Allerdings: Bisher sind immer noch nicht alle Aufträge vergeben. Rund 15 Prozent fehlen noch. (sus)

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