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Beispielfoto von einer Unterkunft

Viele Asylhelfer hören auf

Neue Ideen für die Arbeit mit Flüchtlingen

141 Flüchtlinge leben in Gröbenzell. Nach wie vor werden sie von einer großen Schar Asylhelfern betreut. 90 Männer und Frauen sind derzeit als Paten aktiv. Doch die Bedürfnisse der meisten Asylsuchenden haben sich verändert.

Gröbenzell  Hinzu kommt, dass so mancher Helfer sein Engagement reduzieren oder gar ganz aufhören möchte, berichtete Lilo Nitz bei einem Treffen mit Helfern und Mitgliedern der Caritas. „Wir müssen neue Wege finden, damit niemand verbrannt wird“, so die Leiterin des Arbeitskreises Asyl.

40 Helfer haben bereits aufgehört, neue zu finden sei schwer. Viele der Flüchtlinge leben schon länger in Deutschland und benötigen keine Ersthilfe mehr. Zudem stehen ihnen mittlerweile zahlreiche Angebote von Institutionen, wie Gemeinde, Caritas oder Volkshochschule zur Verfügung.

Deshalb sollen nicht mehr die Patenschaften im Vordergrund stehen, sondern gezielte Angebote für Flüchtlinge. Erste Ideen dazu kristallisierten sich bei dem Treffen heraus. Die Flüchtlinge suchen dringend eine Wohnung. Hier ist an eine Dating-Börse gedacht worden, bei der sich Wohnungssuchende und Vermieter treffen und kennenlernen können. Wichtig ist es aber auch für die Flüchtlinge, Arbeit zu finden. Doch mangelnde Deutschkenntnisse stehen ihnen dabei oft im Weg. „Ein Teufelskreis“ wie Angelika Logothetis sagt, die bei der Gemeinde für Asylangelegenheiten zuständig ist. Denn gerade in der täglichen Arbeit fällt es den Menschen leichter, die Sprache des Landes zu erlernen, in dem sie leben. Hier könnten Lernstudios helfen. Aber auch ein angedachter Treffpunkt zur Freizeitgestaltung war eine Idee. Dort soll es Angebote von Deutschen für Flüchtlinge geben, aber auch anders herum. Zudem könnten Geflüchtete anderen mit ihren Erfahrungen bei der Arbeitssuche weiterhelfen.

Auch einer der zahlreichen Asylhelfer, Karl-Heinz Huber, wies im Zusammenhang mit mangelnden Deutschkenntnissen auf Probleme hin. Huber hat zwei Jahre lang mit weiteren Helfern zwei geflüchtete Großfamilien betreut. Das größte Problem seien die fehlenden Sprachkenntnisse gewesen. Außerdem waren zahlreiche Analphabeten unter seinen Schützlingen. „Die Kommunikation lief meist über die Kinder“, berichtete er.

Der Umgang mit Ärzten, Behörden oder Lehrern sei äußerst schwierig gewesen. Er wünschte sich, dass den Flüchtlingen einmal im Monat ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt wird, damit so manches Problem gelöst werden könne. Anfang kommenden Jahres soll das Treffen des Asylkreises wiederholt werden, um zu sehen, ob und wie die gesammelten Ideen umgesetzt werden können.  sus

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