Fußball

Spielabbrüche entwickeln sich immer mehr zu Lachnummern

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Die beiden Abbrüche von Spielen innerhalb von drei Wochen entwickeln sich zusehends zu Lachnummern. 

Die eine Partie – in der C-Klasse zwischen GW Gröbenzell II und Breitbrunn II – wurde zwar wiederholt, doch das Ergebnis droht nun wieder vom Sportgericht annuliert zu werden. Beim anderen Spiel – die A-Klassen-Partie zwischen Olching II und BVTA Fürstenfeldbruck – hat nur der Schiedsrichter seine Meldung ans Sportgericht geschickt. Wie der Münchner Unparteiische Dieter Schmidt in seiner dem Tagblatt vorliegenden Stellungnahme schreibt, habe sich sein Laufweg mit dem eines BVTA-Spielers gekreuzt. Wörtlich schreibt er: „...in diesem Moment schnitt mir der laut schimpfende Spieler Nr. 2 des BVTA den Weg ab und ich konnte nur durch abruptes Abstoppen einen Zusammenstoß vermeiden. Ich fühlte mich persönlich angegriffen, zeigte dem Spieler die Rote Karte und brach das Spiel ab.“ Olching führte zu diesem Zeitpunkt 2:1. Die Partie wird nun wohl wiederholt.

Bereits wiederholt wurde das C-Klassen-Match der grün-weißen Gröbenzeller, nachdem sie zuvor bei der vier Minuten vor Schluss abgebrochenen Partie gegen Breitbrunn 5:2 geführt hatten. Auch die Neuauflage entschieden sie mit 7:1 für sich. Allerdings wirkte dabei ein Spieler mit, der gar nicht einsatzberechtigt war. Breitbrunn hat mittlerweile Protest eingelegt. Aus Verbandskreisen heißt es, dass dem „zu 90 Prozent“ stattgegeben wird. Was Breitbrunn wieder zurück ins Aufstiegsrennen bringt, während Gröbenzells Verantwortliche blamiert sind. Sie waren bei der Wiederholungspartie gar nicht vor Ort.

Abteilungsleiter Roland Böck hat nun noch vor offizieller Urteilsverkündung die Schuld auf sich genommen: „Den Fehler habe natürlich ich begangen, und das ist sehr ärgerlich, wenn man eigentlich zweimal sportlich gewonnen hat.“ Es werde aber nicht ausbleiben, dass Fehlentscheidungen sowohl im Leben wie auch im Fußball geschehen. „Daher muss ich auch mit dem Spott jetzt leben und meinen Kopf hinhalten.“ Für Böck bleibt es aber suspekt, dass Breitbrunn für den Spielabbruch zwar verantwortlich sei – ein vom Platz gestellter Spieler war zurück aufs Feld gelaufen, woraufhin sich der Schiedsrichter bedroht fühlte –, dann dafür aber mit einem Wiederholungsspiel belohnt werde. „Das Echo kommt ja jetzt fürs Sportgericht. Ich denke, dessen Entscheidung war auch nicht die Beste.“ Beim Verband wurde bereits reagiert und das Thema auf die nächste Sitzung des oberbayerischen Bezirksausschusses gesetzt. Der Fall in Olching kommt nun wohl noch dazu.

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