Anfrage an Landesregierung

Plan für Hexe-Areal: Bürgermeister im Visier

Erst kürzlich wurden die neuen Pläne für das Hexe-Areal im Gröbenzeller Ortszentrum vorgestellt. Diese haben Michael Böhmer, der als Miteigentümer der Gröbenbachwiese im Clinch mit der Gemeinde liegt, weil diese eine Bebauung verhindern will, aufgeschreckt. 

Gröbenzell – Er wendete sich mit einem Schreiben an die Regierung von Oberbayern, in dem er Fragen bezüglich des Vorhabens formulierte. Im Visier ist dabei auch Bürgermeister Martin Schäfer.

Schäfer und sein Bruder Michael haben die frühere Bahnhofswirtschaft (heutige Hexe) Ende 2016 an die Germeringer Bauunternehmer Frederic und Markus Fontein verkauft. Diese wollen nun auf den Grundstücken der Alten Apotheke und der Hexe ein hohes Gebäude errichten, das wesentlich mehr Wohn- und Gewerbefläche schaffen würde als derzeit zulässig. Insgesamt wären es 4000 Quadratmeter. Der jetzige, 2013 in Kraft getretene Bebauungsplan sieht aber zwei Gebäude mit 3000 Quadratmetern Wohn- und Gewerbefläche vor. Böhmer brachte das auf den Gedanken, ob Bürgermeister Schäfer von diesem Umstand profitieren könnte. Er schreibt: „Der Wunsch der Käufer auf Mehrung der GFZ könnte auch so verstanden werden, dass im Rahmen des 2016 geschlossenen Kaufvertrages eine Besserungsklausel vereinbart wurde, die unter Umständen dem Verkäufer zugute kommen könnte.“ Dass also die Käufer des Grundstücks bei einer verbesserten Ertragslage Zahlungen an den Verkäufer zu leisten haben. Entsprechende Vereinbarungen seien üblich. Böhmer geht noch weiter: Da die Öffentlichkeit den Notarvertrag nicht kenne, sei nicht nachvollziehbar, ob der Verkauf abgewickelt sei. Daher sei auch nicht klar, ob dem Bürgermeister oder Verwandten Gelder aus einem Antrag auf Städtebauförderung zugute kommen könnten.

Schäfer äußerte sich zu Böhmers Fragen nicht. Er betont: „Ich nehme grundsätzlich keine Stellung zu Notarverträgen.“ Markus Fontein stellt klar: „Der Vertrag ist endgültig abgeschlossen.“ Und darin seien weder eine Rücktrittsklausel noch Kaufpreisnachbesserungen vereinbart.  sus

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