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Im Außenbereich von Gröbenzell

Plan für sechs Asylunterkünfte abgesegnet

Die Gemeinde Gröbenzell hat einen Bebauungsplanentwurf für ein Areal im Außenbereich auf den Weg gebracht. Dieser sieht sechs Häuser für Asylbewerber vor.

Gröbenzell – Die Zahl der neuankommenden Flüchtlinge ist in Gröbenzell drastisch zurückgegangen. „Derzeit werden Unterkünfte gekündigt“, berichtete Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). Er wollte aber auch nicht verhehlen: „Die Situation kann sich ganz schnell ändern.“ Die Gemeinde hat nun einen Bebauungsplanentwurf auf den Weg gebracht, der weitere Unterkünfte vorsieht.

Das Landratsamt hatte dies vor zwei Jahren eingefordert, als die Flüchtlingskrise auf ihrem Höhepunkt war. Die Behörde hatte 2016 unter anderem zwei Grundstücke im Außenbereich der Gemeinde im Blick: einen Teil der Gröbenbachwiese und ein Areal im Bereich Fischerweg/Parkstraße. Bauvoranfragen des Landratsamtes für jeweils drei zweigeschossige Containeranlagen auf den Grundstücken lehnte der Gröbenzeller Gemeinderat damals ab. Seit dieser Zeit ruht die Angelegenheit, wurde vom Landratsamt allerdings auch nicht zurückgezogen, wie Landrat Thomas Karmasin (CSU) vor Kurzem Peter Falk (SPD) auf Anfrage bestätigte.

Der Gemeinderat hat in der Zwischenzeit für beide Grundstücke Veränderungssperren erlassen und diese vor wenigen Wochen noch einmal um ein Jahr verlängert. Zudem hat der Gemeinderat jetzt für beide Grundstücke einen Bebauungsplanentwurf gebilligt. Die Gröbenbachwiese soll frei von Bebauung bleiben (wir berichteten). Der Entwurf für das Grundstück nahe dem Fischerweg beinhaltet sechs Häuser für Flüchtlinge und Asylsuchende, die sich an der Größe der Bebauung in der Nachbarschaft orientieren. Das Landratsamt hatte drei dicht nebeneinander gebaute große Gebäude beantragt. Der Bebauungsplan soll drei Jahre gelten und die Flächen nach Ablauf der drei Jahre in ihren jetzigen Zustand zurückgeführt werden.

Die Begrenzung auf drei Jahre sah Martin Runge (Grüne) eigentlich als Fehler. Er wollte den Bebauungsplan Ende 2019 enden lassen, denn dann läuft die Änderung im Baugesetzbuch aus, dass Flüchtlingsunterkünfte erleichtert erstellt werden können. Falk aber war überzeugt, „Gesetze können schnell verlängert werden“. Zudem könnte ein zu kurzer Zeitraum dazu führen, dass das Vorhaben nicht durchführbar und der Plan damit nichtig ist. Der Bebauungsplanentwurf wurde dann einhellig – mit Runges Stimme – auf den Weg gebracht.

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