20 Teilnehmer demonstrierten mit der Schwimmnudel in Gröbenzell, wie viel Abstand Autofahrer beim Überholen einzuhalten haben.
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20 Teilnehmer demonstrierten mit der Schwimmnudel in Gröbenzell, wie viel Abstand Autofahrer beim Überholen einzuhalten haben.

Aktion der Grünen in Gröbenzell

Radler demonstrieren mit Schwimmnudeln: So viel Abstand braucht's beim Überholen

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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Der sogenannte Pool-Noodle-Ride in Gröbenzell hat bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Nun war es soweit: 20 Radler machten sich samt Schwimmnudeln auf, um Autofahrer auf Abstand zu halten.

  • Beim Pool-Noodle-Ride in Gröbenzell hielten 20 Radfahrer eine Schwimmnudel von sich weg.
  • Damit soll auf den vorgeschriebenen 1,50 Meter Abstand hingewiesen werden.
  • Die Polizei schirmte den Korso ab.

Gröbenzell - Der Pool-Noodle-Ride in Gröbenzell war ein voller Erfolg, da sind sich die Organisatoren absolut sicher. 20 Teilnehmer radelten durch den Ort und hielten dabei jeweils eine Schwimmnudel von sich weggestreckt in Richtung Fahrbahn. So sollte aufgezeigt werden, wie viel Abstand die Autofahrer nach neuester Gesetzgebung halten müssen: 1,50 Meter. Das hat nichts mit Corona zu tun, sondern soll die schwächeren Verkehrsteilnehmer schützen, wenn Autos sie überholen.

Der Korso führte unter anderem an der stark frequentierten Olchinger Straße in Gröbenzell entlang. Die Polizei schirmte die Radfahrer bei ihrer Protestaktion am Samstag ab. Nach Aussagen von Hartwin Lang, Leiter der Olchinger Polizeiininspektion, lief alles friedlich ab. Es hätte keine Vorkommnisse während der Protestaktion gegeben, bei der die Beamten hätten eingreifen müssen, hieß es auf Nachfrage des Tagblatts.

Die Aktion der Gröbenzeller Grünen hatte allerdings etwa auf der Facebook-Seite des Tagblatts für einigen Wirbel gesorgt. Es hagelte Kritik am Pool-Noodle-Ride.

Gröbenzell nun „Fahrradfreundliche Kommune“

Die Gemeinde gibt sich derweil alle Mühe, den Radfahrern entgegen zu kommen. Und die Mühen haben sich gelohnt. Die Gemeinde wird als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet. Kürzlich fand die dafür notwendige Prüfung statt. Die Mühen in den vergangenen viereinhalb Jahren haben sich ausgezahlt. Trotzdem gibt es noch Hausaufgaben.

Die Radwegbeschilderung sei nicht überall optimal, die Fahrradabstellsatzung müsse aktualisiert werden. Diese stammt aus dem Jahr 1994. Vor allem aber müsse bis zum Ende des Jahres eine ausgewertete Haushaltsbefragung zur Mobilität in Gröbenzell vorliegen.

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