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Der 1. Preis

Gröbenzell

Rathaus-Neubau: Die besten Modelle

Gröbenzell – Beim Neubau des Gröbenzeller Rathauses ist man wieder einen Schritt weiter gekommen: Jetzt steht der Sieger des Architektenwettbewerbs fest. Ob der Entwurf aber auch tatsächlich umgesetzt wird, hängt vom Gemeinderat und nicht zuletzt von den Kosten ab.

 Das Büro Behnisch Architekten hat den Wettbewerb für den Bau des neuen Rathauses gewonnen. Ein erfahrenes Büro aus Stuttgart mit Niederlassung in München, das seit Jahrzehnten weltweit tätig ist, das aber auch im Bau von Rathäusern erfahren ist. Zwei davon kann man sich in Kolbermoor und Bad Aibling ansehen. „Rathäuser sind eine sehr schöne Aufgabe“, freute sich Architekt Stefan Behnisch.

Insgesamt hatten 28 Büros bei dem Wettbewerb mitgemacht, darunter auch zwei aus Italien. Fünf wurden nun mit einem Preis für ihre Entwürfe ausgezeichnet.

Der 3. Preis

„Die Aufgabenstellung war kompliziert“, fasste Herbert Meyer-Sternberg, einer der Fachpreisrichter, bei der Vorstellung der fünf prämierten Entwürfe zusammen. „Die Herausforderung war, dass es eine relativ große Gebäudemasse war“, ergänzte Behnisch. Eine Aufgabe, die die Büros dann sehr unterschiedlich gelöst haben.

So hat das Büro Behnisch laut Sternberg einen sehr großzügigen Bau geplant. Das Gebäude hat bis zu vier Stockwerke, wobei im zurückweichenden vierten Geschoss der Sitzungssaal untergebracht ist. Das Gerüst des Gebäudes ist aus Stahlbeton, sichtbar werden Holz und Glas sein – und zwar dreifach verglaste große Glasflächen und Holzbrüstungen zum Sonnenschutz.

Der Zweitplatzierte, die ARGE Seeholzer, Kunze, Raupach, hat laut Sternberg einen sehr massiven Baukörper geplant, mit einem in Richtung Kindergarten zur Rathausstraße viergeschossigen Gebäudeteil.

Die Jury bestand aus sieben Fachpreisrichtern (Architekten) und sechs Sachpreisrichtern (Gemeinderäten). Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) hatte auf sein Stimmrecht verzichtet, was von Sternberg als „große Haltung“ und sehr ungewöhnlich gewürdigt wurde. Die Entscheidung für den ersten Preis fiel mit 7:6 Stimmen sehr knapp aus.

Der 2. Preis

Zwei Arbeiten hatten in ihrem Entwurf auch Altbestand, also Teile des alten Rathauses enthalten. Beide bekamen aber keinen Preis. Die eine Planung „versucht etwas Naheliegendes und scheitert“, heißt es dazu im Protokoll des Preisgerichtes. Der Entwurf erhielt den Mittelteil des jetzigen Rathauses und integrierte ihn in den Neubau. Die Art der Einbeziehung wurde vom Preisgericht dann aber als „relativ unsensibel überformt und damit ruiniert“ bezeichnet.

Eine andere Arbeit erhielt, wie von den Gröbenhütern gewünscht, das alte Rathaus auf der östlichen Seite. Das alte Gebäude bleibt darin zwar stehen, wird aber völlig entkernt und beheimatet später den Sitzungssaal und das Trauungszimmer. Daneben, nicht an den Altbau angebunden, ist ein Neubau geplant. Doch auch dieser Entwurf überzeugte das Preisgericht nicht. Es kritisierte: „Die Bauten erzielen keine Ensemblewirkung, sondern stehen beziehungslos nebeneinander“. Zudem hätte bei diesem Entwurf zweigeschossig in den Untergrund gebaut werden müssen, und es wären Büros im Tiefgeschoss entstanden.

Welcher der fünf ausgezeichneten Entwürfe nun tatsächlich auch umgesetzt wird, ist derzeit noch offen. Dazu wird nun mit allen Preisträgern verhandelt, ein Gremium aus Bürgermeister, Günter Pauly und Friedrich Frankenfeld vom Bauamt und zwei Gemeinderäten wird eine Empfehlung erarbeiten. Das letzte Wort hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Juli. Relativ gesetzt sei aber schon Platz 1 des Wettbewerbes, sollte die Verwirklichung seines Entwurfs nicht 250 Millionen kosten, so Schäfer.

Die 28 Arbeiten

des Architektenwettbewerbs sind bis zum 29. Juli im alten Rathaus in der Rathausstraße 4 ausgestellt. Zu sehen sind sie Montag bis Donnerstag von 16 bis 19 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

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