+
Rote Karten bringen oft dicke Luft.

Beim C-Klassen-Spiel in Gröbenzell

Schiri fühlt sich bedroht – Spielabbruch

  • schließen

Weil er sich von einem vom Platz gestellten Fußballer aus Breitbrunn bedroht fühlte, hat Geiselbullachs Schiedsrichter Oliver Thomas ein C-Klassen-Spiel in Gröbenzell abgebrochen.

Gröbenzell – 20 Minuten waren noch zu spielen. Die in der Tabelle weit zurückliegende Reserve von GW Gröbenzell führte gegen die fünftplatzierte zweite Garde aus Breitbrunn unerwartet klar mit 5:2. Da passierte es: Ein Breitbrunner Spieler war mit einer Entscheidung des Schiris nicht einverstanden und reklamierte vehement. Oliver Thomas zückte erst mal die Gelbe Karte. Doch die Motzerei war damit noch nicht vorbei. Als verschärfte Quittung gab’s die Ampelkarte. Der Spieler musste vom Platz.

Was sich danach abspielte, ist noch inoffiziell. Denn auf dem elektronischen Spielberichtsbogen des Fußballverbandes sind die Ereignisse nicht vermerkt. Mittlerweile wurde sogar der Name des Schiedsrichters mit k.A. (keine Angaben) ersetzt. Auch von GW-Seite gibt es offiziell keine Auskünfte. Die Hausherren sind aber auch nur indirekt betroffen.

Ein Zuschauer schilderte dem Tagblatt die Vorgänge. Demnach habe sich der vom Platz gestellte Breitbrunner Spieler umgezogen und sich dann unter die wenigen Schlachtenbummler gemischt, die eine für eine C-Klassen-Partie relativ weite Anfahrt vom Ammersee an den Gröbenbach in Kauf genommen hatten. Angeblich soll der jetzt zuschauende Ampelkarten-Sünder vom Spielfeldrand aus den Schiri bedroht haben und sei dann ein paar Meter aufs Spielfeld gelaufen. Der für den TSV Geiselbullach pfeifende Thomas brach die Partie daraufhin ab. Er ließ sich danach sicherheitshalber von einigen Gröbenzeller Betreuern zum Auto begleiten.

Der ohnehin nur sporadisch pfeifende Schiedsrichter, der gleichzeitig die Internet-Seite des TSV Geiselbullach betreut, hat mittlerweile gegenüber Schiri-Funktionär Michael Stahl (Emmering) angekündigt, nach diesem Zwischenfall keine Spiele mehr zu leiten.

Der Fall landet nun beim Sportgericht. Erfahrungsgemäß werden derart auffällig gewordene Spieler von den Fußballjuristen mit einer Langzeit-Sperre bestraft. Die drei Siegerpunkte dürften schon allein wegen der deutlichen Führung zum Zeitpunkt des Spielabbruchs in Gröbenzell bleiben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Olchings ältester Verein vor dem Aus
Seit über 140 Jahren kümmert sich der Olchinger Veteranen- und Kameradschaftsverein um Brauchtum und Geselligkeit im Ort. Doch das könnte bald vorbei sein: Olchings …
Olchings ältester Verein vor dem Aus
„Shoppen“ ist zum Schießen
Zehn Großstadt-Singles werden beim Speed-Dating aufeinander losgelassen – große Egos mit hohen Ansprüchen, für welche die Suche nach Liebe so ist wie „Shoppen“. Die …
„Shoppen“ ist zum Schießen
Stadt will alte Militär-Flugzeuge kaufen
Kampfflugzeuge im Besitz der Stadt? Freilich will Fürstenfeldbruck kein Jagdgeschwader aufstellen: Die CSU stellt sich vor, einigeausrangierte Flugzeuge in Fursty zu …
Stadt will alte Militär-Flugzeuge kaufen
Damit beim Kreuzerlmachen alles klappt
Ohne sie hätte es die Demokratie schwer. Tausende Wahlhelfer sorgen am 24. September dafür, dass die Stimmen der Bürger dort landen, wo sie hingehören. Siegfried …
Damit beim Kreuzerlmachen alles klappt

Kommentare