In Gröbenzell

Seit 40 Jahren vereint sie das Singen

Seit vierzig Jahren gibt es den Frauenchor Gröbenzell. Damals war er eine kleine Sensation. Einige Frauen sind von Beginn an mit dabei. Kein Wunder: Singen ist gut für die Seele, sagen sie. Außerdem entstanden aus der Gemeinschaft auch tiefe Freundschaften.

Gröbenzell – Das war ein Grund zu feiern: Der Frauenchor Gröbenzell ist 40 Jahre alt geworden. Ausgiebig und fröhlich wurde das Jubiläum von den Sängerinnen gewürdigt. Mit dabei war auch so manches Gründungsmitglied.

Am 1. Februar 1978 wurde der Chor, damals unter dem Namen Frauensingkreis, von neun Damen aus Gröbenzell und Olching aus der Taufe gehoben. Von Anfang an im Boot sind Frauke Preidel und Gisela Kieslinger. Der Musiklehrer ihrer Kinder, Gerhard Grundmann, hatte die Olchingerinnen nebst sieben anderen Damen für den Chor angeworben. Grundmann leitete damals den Männergesangverein. Er wollte die Vielfalt der Chorlandschaft im Münchner Westen erweitern. Bereits wenige Monate später, im Herbst, hatte der neue Chor seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Der erste Chor nurmit Frauen

Ein reiner Frauenchor war damals die große Ausnahme, es war der erste Frauenchor im Landkreis. Bei den neun Damen aber blieb es nicht lange. Bereits nach wenigen Wochen hatte der Singkreis zwölf Mitglieder und nach einem Jahr waren über 20 Sängerinnen aktiv. Darunter auch die älteste Sängerin des Chors, die 86-jährige Hilde Halama sowie Christine Jedelsky und Hannelore Breitmoser. Mit Begeisterung sind sie bis heute dabei. Bei einigen folgt mit den Töchtern bereits die zweite Generation. „Singen ist gut für die Seele“ schwärmt etwa Hilde Halama. Und: für die Atmung.

Alice Trapp hat die Erfahrung gemacht: „Nach zwei Stunden geht man frohgemut nach Hause“, erzählt sie. Selbst wenn sie keine große Lust hatte, zur Chorprobe zu gehen. „Sobald man anfängt, geht es einem gut“, sagt sie. Alice Trapp ist seit 20 Jahren Vorsitzende des Chors – seit 1991 gehört sie den Sängerinnen an. Sie war damals neu in Gröbenzell und machte so neue Bekanntschaften. 2006 wurde aus dem Frauensingkreis der Frauenchor. Heute sind 41 Damen in dem Chor aktiv, die jüngsten sind 28 Jahre alt.Anfangs war der Mittwochabend für die Probe reserviert. Zunächst traf man sich in der Grundschule in der Bernhard-Rößner-Schule, später konnten die Sängerinnen den Probenraum des Männergesangsvereins nutzen. Dieser befand sich im Keller des früheren Saals der alten Bahnhofswirtschaft (heutige ehemalige Hexe). 1999 zogen die drei Chöre in die Alte Schule. Der Frauenchor verlegte als Entgegenkommen an den gemischten Chor – die Gröbentöne – seinen Probentag auf den Donnerstag.

Das Repertoire ist in den vergangenen 40 Jahren stetig gewachsen. Es umfasst neben Volksliedern, Gospels, Popsongs und Liedern aus aller Welt auch Stücke aus Musicals. Ein Spektrum, das der Chor vor allem dem seit 1991 tätigen Chorleiter Josef Putz verdankt. Alle zwei Jahre stellt der Frauenchor sein Können bei einem großen Konzert in Gröbenzell unter Beweis. Dazu kommen Auftritte zu den verschiedensten Anlässen. Jedes Jahr im Herbst laden die Frauen zudem zur Suppenküche in das Bürgerhaus ein. Da gibt es nicht nur Suppe, sondern es werden auch Lieder geschmettert. Beim Bürgerfest der Gemeinde verkaufen sie selbstgebackene Kuchen und Kaffee. Die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. So manche tiefe Freundschaft ist inzwischen entstanden. Die Mitglieder wandern im Winter gemeinsam und unternehmen jedes Jahr einen Ausflug. Wunderbare Momente erleben sie an den Chorwochenenden. Vor den großen Konzerten gehen die Frauen nämlich ins Kloster nach Steinerskirchen. Da wird dann von Freitag bis Sonntag an dem Auftritt gefeilt. Ein bisschen wie ein Klassenausflug – nur, dass man sich zum Teil bereits seit vierzig Jahren kennt.

Die Proben

finden jeden Donnerstag im ersten Stock in der Alten Schule statt. Beginn ist 20 Uhr. Wer Lust am Singen und an Gesellschaft hat, kann unverbindlich vorbeischauen. Infos im Internet auf www.frauenchor-groebenzell.de.

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