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Die Kandidaten der Gröbenzeller Grünen. 

Kommunalwahl FFB 2020

Sie stellen sich für die Gröbenzeller Grünen zur Wahl

Die Grünen setzen auf eine bunte Mischung bei ihrer Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März. Der jüngste Bewerber ist 28 Jahre alt.

Gröbenzell–  Informatikstudent Manuel Eberhardt ist der jüngste auf der Liste. Aber auch jede Menge Erfahrung sitzt mit im Boot: Christa Spangenberg ist mit 79 Jahren die Älteste in der Mannschaft. Sie war früher bei der CSU und hat Anfang der neunziger Jahre die UWG aus der Taufe gehoben, die aktuell den Bürgermeister stellt. Von den fünf aktiven Gemeinderäten lassen sich alle wieder aufstellen, allerdings zumeist auf den hinteren Plätzen.

Bürgermeister-Kandidat führt die Liste an

Angeführt wird die Liste von Ingo Priebsch. Der 56-Jährige fordert Rathaus-Chef Martin Schäfer heraus. Bei der Nominierungsversammlung nutzte er noch einmal die Gelegenheit, seine Anliegen kundzutun. Wichtig seien ihm auch die Senioren. „Wir müssen berücksichtigen, dass immer mehr Menschen dement werden“, betonte er. Darauf müsse die Politik entsprechend reagieren.

Platz 2 belegt ein bekanntes Gesicht: Ursula Retz. Sie arbeitet seit knapp 30 Jahren im Gemeinderat mit. Die 62-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass sie ihren Platz gerne einer jüngeren Frau überlassen hätte – es habe sich aber niemand gefunden. Die Sozialpädagogin ist beruflich in der Wohnungslosenhilfe tätig. Ihr liege am Herzen, in Gröbenzell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – auch wenn dafür mehr Flächen versiegelt werden.

Sozialer Wohnraum: In die Höhe bauen

Damit hat allerdings derjenige ein Problem, der ihr auf der Liste direkt nachfolgt: Martin Runge, derzeit Vize-Bürgermeister und Landtagsabgeordneter. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum steht dabei auch für ihn außer Frage, allerdings soll nicht in die Fläche, sondern in die Höhe gebaut werden.

Konkrete Vorstellungen hat Runge schon für Gabriele Walter (Platz 4): Sie wäre eine gute Finanzreferentin. Die 61-jährige Bankkauffrau im Ruhestand brachte sich als gute und effektive Verhandlerin, die gut mit Geld umgehen kann, ins Spiel.

Natürlich kamen auch die klassischen grünen Themen zur Sprache: plastikfreie Gemeinde, mehr regenerative Energie und mehr Photovoltaik auf den Dächern.

Photovoltaik nur auf vier Prozent der Dächer

Wie Grünen-Ortssprecher Walter Voit (Platz 11) erklärte, finden sich auf lediglich vier Prozent der Gröbenzeller Dächer Photovoltaikanlagen. Er würde dafür auch eine Freifläche nutzen. Außerdem rückte Voit neben Natur- und Umweltschutz auch eine Verkehrswende in den Fokus. Die Möglichkeiten alternativer Verkehrsmittel müssten attraktiver werden.

Eine gute Nachricht hatte der 60-Jährige: Der Ortsverband hat 68 Mitglieder und wächst weiter. Drei neue Mitglieder kamen erst kürzlich hinzu. Unter den Mandatsbewerbern sind aber auch Nicht-Mitglieder. (sus)

Die Liste der Gröbenzeller Grünen

1. Ingo Priebsch, 2. Ursula Retz, 3. Martin Runge, 4. Gabriele Walter, 5. Manuel Eberhardt, 6. Susanne Behm, 7. Daniel Holmer, 8. Carola Ostler, 9. Matthias Göbel, 10. Bettina Hauser, 11. Walter Voit, 12. Tessa Schlesinger, 13. Frédérique Baricault, 14. Reinhard Jurk, 15. Larissa Holmer, 16. Tobias Rainer, 17. Monika Baumann, 18. Thomas Greiffenhagen, 19. Karin Frank, 20. Kurt Wagner, 21. Annette Kilian, 22. Severin Müller, 23. Ariane Zuber, 24. Markus Watzlowik, 25. Judith Reichel, 26. Karl-Heinz Schnappinger, 27. Katja Raths, 28. Hans-Dieter Schick, 29. Christa Spangenberg und 30. Hans-Georg Schätz.

Auch interessant: Die Kommunalwahl in der Region FFB.

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