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Drei Geschosse, auf dem Dach Sitzungssaal und Trauungszimmer: Für diesen Entwurf des Architektenbüros Behnisch entschied sich der Gemeinderat.

Architektenwettbewerb

So sieht das neue Rathaus aus

Gröbenzell - Endlich ist klar, wie das neue Gröbenzeller Rathaus aussehen wird. Der Gemeinderat hat sich nun für einen Entwurf entschieden – den Sieger des Architektenwettbewerbs.

„Das war der Startschuss für unser Schiff“, freute sich Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) im Gemeinderat. Mit großer Mehrheit, gegen eine Stimme, hat das Gremium beschlossen, das vom Sieger des Architektenwettbewerbs, Stefan Behnisch, entworfene Rathaus zu realisieren. Einzig Vize-Bürgermeister Martin Runge (Grüne) hatte dagegen votiert. Nicht weil ihm der Entwurf nicht gefiel. Sondern weil er sich gewünscht hätte, dass die Gemeinde sich nicht „unter das Korsett der Abstandsregelung der Bayerischen Bauordnung“ begeben hätte und so viel Raum Richtung Rathausplatz verschenkt wird. Doch Schäfer betonte: „Wir haben den sicheren Weg gewählt“.

Ein Gremium aus Bürgermeister, Mitarbeitern der Bauverwaltung und Gemeinderäten hatte mit den Preisträgern Verhandlungen geführt. Dabei hatte der Sieger des Wettbewerbs die höchste Punktzahl erreicht.

Die reinen Kosten für das neue Rathaus wurden vom Architekten mit elf Millionen Euro angegeben. Entscheidend ist dabei aber, zu welchem Preis die Firmen letztlich arbeiten werden, sagte Schäfer. Denn derzeit sei es problematisch, Betriebe zu finden, die Auftragsbücher seien voll.

Zu den elf Millionen kommen aber noch weitere Kosten hinzu: für die Außenanlagen, Erschließung, Planung und Möblierung. Das Honorar für den Architekten beträgt eine Million Euro. „Damit werden wir sicherlich ein interessantes, aber kein teures Rathaus bauen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Falk. Seine Freude war besonders groß, da seine Fraktion auf das Büro Behnisch beim Architektenwettbewerb gesetzt hatte.

Auch die CSU-Fraktionsvorsitzende Brigitte Böttger, fand ausschließlich lobende Worte für den Entwurf. „Es fügt sich sehr harmonisch ein.“ Zudem sei es eines der bürgerfreundlichsten Modelle. Besonders freut sie, dass Sitzungssaal und Trauungszimmer „exponiert und mit attraktivem Ausblick auf dem Dach des dreigeschossigen Gebäudes situiert sind“, wie es im Protokoll der Preisgerichtssitzung heißt. Sie hofft, dass im neuen Rathaus mehr Gröbenzeller Lust bekommen, den Bund fürs Leben zu schließen.

Bürgermeister Martin Schäfer hatte in den vergangenen Wochen im Rahmen der Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im alten Rathaus auch erfahren, dass gefühlt 80 Prozent der Bürger den Entwurf positiv sehen. Das aus Stahlbeton mit großen Glasflächen und viel Holz, Brüstungen und Lamellen zum Sonnenschutz geplante Gebäude war beim Preisgericht aber nicht nur auf positive Resonanz gestoßen. Die Art des Sonnenschutzes „mit fliegenden Brettern“ wurde kritisch im Hinblick auf Wirksamkeit und Unterhaltskosten wie auch auf seinen gestalterischen Ausdruck hin gesehen.

von Susanne Schwind

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