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Die Inspektion an der Augsburger Straße in Gröbenzell. Bis 2019 soll die Dienststelle nach Olching umgezogen sein.

Bürgerversammlung

So geht es mit der Polizei in Gröbenzell weiter

 Wie geht es weiter mit der Polizeidienststelle? Dazu bekamen die Gröbenzeller bei der Bürgerversammlung Informationen aus erster Hand. Günther Gietl, Polizeipräsident für Oberbayern Nord, berichtete auf Einladung der Gemeinde über die Pläne für die Inspektion.

Gröbenzell– Gietl betonte eingangs vor allem eines: „Ich habe nie gesagt, dass das Gröbenzeller Gebäude sehr marode ist.“ Das Problem des Hauses sei dessen fehlende Sicherheit. Der Standard, der für ein Polizeigebäude notwendig sei, könne an dem Standort nie erreicht werden. Es fehle ein Polizeihof, ein Hof, der verhindere, dass Festgenommene sichtbar in das Haus gebracht werden. Aber auch der Eingangsbereich entspreche bezüglich der Sicherheit nicht dem, was für ein solches Gebäude notwendig sei.

Ein weiteres Problem sei, dass das Gebäude gemietet ist, wie auch die Polizeidienststelle in Olching.Geplant ist aber, dass Polizeidienststellen nicht länger in angemieteten, sondern in Gebäuden, die sich im Besitz der Polizei befinden, untergebracht sein sollen. In Gröbenzell und in Olching neue Dienststellen zu errichten sei nicht vertretbar, so Gietl. Denn die Entfernung dazwischen betrage gerade mal viereinhalb Kilometer. Deshalb sollen die beiden Inspektionen zusammengelegt werden, und Eichenau und Puchheim künftig zur Germeringer Polizeidienststelle gehören.

Geplant ist, in einer ersten Phase die Gröbenzeller Polizei nach Olching zu verlegen. Das dortige Gebäude sei bezüglich der Sicherheit in einem deutlich besseren Zustand. Der Umzug soll im März 2019 abgeschlossen sein. Später soll ein gemeinsamer Neubau folgen. Gietl rechnet damit, dass dieser 2024/25 steht. Der Standort sei bisher aber noch völlig offen, so der Präsidiumspräsident. Schließlich sei noch nicht bekannt, wie viel Platz dafür benötigt werden wird. Sobald das klar ist, will die Gemeinde Gröbenzell Grundstücke für den Neubau anbieten. Das kündigte Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) an.

Gietl versicherte den Bürgern: „Sie müssen keine Angst haben, dass die künftige Inspektion zu weit weg ist.“ Nicht die Dienststelle vor Ort sei wichtig, sondern, dass Streifenwagen eingesetzt werden können. Er geht davon aus, dass durch die Zusammenlegung der beiden Dienststellen mehr Streifen als jetzt zur Verfügung stehen werden. Denn das Personal solle nicht verringert, sondern ab voraussichtlich 2020 sogar aufgestockt werden. sus

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