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Im Kiosk am Gröbenzeller Bahnhof sollen bald Döner verkauft werden.

Neuer Bebauungsplan

Sorgenvoller Blick auf die Gröbenzeller Ortsmitte

Die Gröbenzeller Ortsmitte soll schöner werden. Damit dies Realität wird, ist für die westliche Bahnhofstraße ein neuer Bebauungsplan in Aufstellung, derzeit werden die Einwände dagegen im Rathaus geprüft.

Gröbenzell – Doch nun drohen Ansiedlungen rund um den Bahnhof, die die Situation verschlechtern könnten. Die Bahn hatte im Sommer angekündigt, dass ab Jahresende im Bahnhofskiosk unter anderem Döner verkauft werden (siehe unten). Zudem wurde für die Bahnhofstraße 4 ein Wettbüro beantragt. Zwar hatte der Bauausschuss dazu sein Einvernehmen verweigert. Doch wie Vize-Bürgermeister Martin Runge (Grüne) jüngst im Bauausschuss verkündete, hat mittlerweile das Landratsamt das Einvernehmen ersetzt und die Baugenehmigung erteilt. Dem Wettbüro steht damit nichts mehr im Wege.

Das Landratsamt ist der Meinung, dass das Wettbüro dort, im Kerngebiet, zulässig ist. Dass im Ortszentrum Gebiete als Kerngebiet ausgewiesen sind, haben Grüne und SPD in den vergangenen Jahren immer wieder heftig kritisiert. Beide Fraktionen hatten auch gegen den für diesen Abschnitt der Bahnhofstraße gültigen Bebauungsplan votiert. Runge hatte zudem mehrfach eine Überarbeitung des Flächennutzungsplanes und von Bebauungsplänen gefordert. Denn laut Baunutzungsverordnung sind in Kerngebieten Wohnungen nur ausnahmsweise zugelassen.

Doch im Ortszentrum wird gewohnt. Auch für die künftige Bebauung der westlichen Bahnhofstraße ist zwar Gewerbe im Erdgeschoss vorgesehen – ansonsten sollen aber auch dort Wohnungen entstehen. Auch das Landratsamt hatte im Rahmen der Neuaufstellung des Bebauungsplanes westliche Bahnhofstraße kritisiert, dass das Areal in einem Kerngebiet liegt.

Als der Bauausschuss dem Wettbüro einen Riegel vorschieben wollte, hatte sich das Gremium dafür ausgesprochen, dass der Bebauungsplan für das Areal geändert wird. Die Änderung wurde auch eingeleitet, im Oktober 2016, doch dies war zu spät, um das Wettbüro zu verhindern. Runge war im Bauausschuss sichtlich verärgert, dass die Änderung zu spät eingeleitet wurde. „Jetzt ist es uns auf die Füße gefallen.“

Döner statt Fahrkarten im Kiosk: Vize-Bürgermeister kritisiert Landtags-Vize

Sichtlich verärgertwar der Bauausschussvorsitzende Martin Runge (Grüne) über „die Jubelmeldung eines örtlichen Landtagsabgeordneten“, dass im Bahnhofskiosk in Zukunft auch Döner verkauft werden sollen. Runge kritisierte, ebenfalls ohne einen Namen zu nennen, zudem den Kommentar des Vorsitzenden einer großen Partei am Ort, zu einer weiteren Dönerbude. Er hatte gesagt, Konkurrenz belebe das Geschäft. Ohne dass Widerspruch von einer Fraktion kam, betonte Runge: „Der Gemeinderat ist nicht an einer weiteren Dönerbude interessiert. Wir wollen, dass dort wie vereinbart Fahrkarten verkauft werden.“

Die Bahn hat aber mittlerweile einen Pächter für den Kiosk gefunden, teilt ein Konzernsprecher auf Tagblattanfrage mit. Der Pächter wolle dort einen Döner-Imbiss errichten und zudem Reisebedarf verkaufen – aber keine Fahrkarten. Dazu solle der Kiosk in den kommenden Wochen umgebaut werden. Ende 2017 oder Anfang 2018 werde der Kiosk öffnen. Ein Bauantrag über eine Veränderung des Kiosks aber liegt bisher im Rathaus nicht vor.

von Susanne Schwind

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