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Setzen sich für eine sichere Querung ein (v.l.): Karin Enderle, Johanna Kaiser, Alexandra Bäuml und Stephanie Marschall, welche die Unterschriftenaktion gestartet hat. 

Puchheimer Straße auf höhe des Forellenwegs

Unterschriften für mehr Fußgängersicherheit

Stephanie Marschall wollte nicht länger tatenlos zusehen: Die Gröbenzellerin hat Unterschriften gesammelt – für eine sichere Querungsmöglichkeit über die Puchheimer Straße auf Höhe des Forellenwegs. 321 Bürger haben bisher unterschrieben.

Gröbenzell„Bitte warten Sie nicht ab, bis etwas passiert,“ appelliert Stephanie Marschall an Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) und den Gemeinderat. Sie fordert einen sicheren Fußgängerübergang über die Puchheimer Straße auf Höhe des Forellenweges. Denn der Verkehr auf der Puchheimer Straße ist immens, vor allem in den Morgen- und den Abendstunden.

Zwar gibt es Möglichkeiten, die Straße an einer Ampel zu überqueren – aber nur auf Höhe der Kreuzung zur Augsburger und im Bereich der Einmündung der Bernhard-Rößner-Straße. Dazwischen ist es für Fußgänger und Radler gefährlich, von der einen auf die andere Seite zu gelangen. Vor allem auf Höhe des Forellenweges wird die Straße rege überquert. So mancher möchte die auf der östlichen Seite gelegene Buchhandlung aufsuchen, andere wollen den Spazierweg entlang des Gröbenbachs nutzen. Aber auch Kinder und Jugendliche gehen dort entlang, um zum Gymnasium, zur Waldorf- und zur Ährenfeldschule oder zum Freizeitheimgelände zu kommen. Stephanie Marschall wünscht sich daher dringend auch an dieser Stelle einen beleuchteten Zebrastreifen, eine Fußgängerampel oder eine Verkehrsinsel.

Die Gröbenzellerin ist Mutter von vier Kindern, die den Weg regelmäßig nutzen. Nicht nur, dass der Verkehr stark ist, zudem versperren parkende Autos am Fahrbahnrand die Sicht auf die Straße und die Sicht der Autofahrer auf die Fußgänger und Radler, die queren wollen.

Die Forderung nach einem sicheren Überweg ist nicht neu. Bereits vor Jahren hatte es eine Gröbenzellerin angeregt. Passiert ist bis jetzt aber noch nichts. Da die Puchheimer Straße eine Kreisstraße ist, ist das Landratsamt dafür zuständig. Bereits 2013 erhielt Stephanie Marschall von der Behörde eine Mitteilung. Darin stand: „Grundsätzlich kann ein Überweg in Form einer Fußgängerampel oder eines Fußgängerüberweges eingerichtet werden.“ Zuvor aber müsse der Querungsbedarf ermittelt werden.

Gezählt wurde bereits mehrfach. 2011 wurden 22 Personen, überwiegend Radler, ermittelt. Zudem wurde im Oktober vergangenen Jahres an zwei Tagen morgens zwischen 7 und 8 Uhr gezählt. Am 12. Oktober wurden von der Gemeinde 15 Fußgänger und Radler registriert, die die Straße überquerten, am Tag darauf 26. Laut Landratsamt aber müssen laut rechtlicher Voraussetzungen mindestens 50 Personen in der Spitzenstunde die Straße queren. Damals stuften Landratsamt, Gemeinde, Polizei und ADFC einen Fußgängerübergang nicht als notwendig ein, sagt Georg Hörl vom Rathaus.

Doch Stephanie Marschall gibt nicht auf, zumal sie überzeugt ist, dass so mancher Fußgänger oder Radler sich mittlerweile nicht mehr traut, die Straße an dieser Stelle zu kreuzen. Sie hat eine Unterschriftenaktion und eine Internetpetition für die Schaffung einer Querung gestartet und ist damit auf große Resonanz gestoßen. Bereits innerhalb eines knappen Monats haben 321 Bürger unterschrieben. Die Unterschriften sollen dem Rathauschef und dem Gemeinderat in Kürze vorgelegt werden.

Bürgermeister Martin Schäfer steht der Verbesserung der Situation grundsätzlich offen gegenüber. Er ist auch bereits, ohne dass ihm die Unterschriften vorgelegt wurden, aktiv geworden. Ein Schreiben der Gemeinde an das Landratsamt, die Situation noch einmal zu prüfen, ging vor Kurzem raus. (sus) 

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