Am Sonntag war der letzte Tag für den Wirt der Alten Schule in Gröbenzell. Er verlässt das Wirtshaus.

Bayerische Küche

Wünsche für den neuen Alten Wirt von Gröbenzell

Am Sonntag war der letzte Tag für den Wirt der Alten Schule in Gröbenzell. Er verlässt das Wirtshaus. Zuvor hatte er heftige Vorwürfe gegen die Gemeinde erhoben.

Gröbenzell –  Die Baustelle fürs neue Rathaus habe sein Geschäft beeinträchtigt. Parkplätze seien deshalb weggefallen, die Sperrung der Poststraße habe einen Teil Gröbenzells vom Lokal abgeschnitten. Zudem habe er wegen eines defekten Heizungsrohres immer wieder den Herd nicht benutzen können.

Im Gemeinderat kam keine große Trauer über den Weggang des Wirtes auf. Nicht ein einziges Gremiumsmitglied bedauerte öffentlich seinen Weggang. Bedauert wurde lediglich die Art und Weise, wie man davon erfahren hatte. Die Fraktionsvorsitzende der CSU, Brigitte Böttger, hatte über die Kündigung in der Zeitung gelesen.

Selbst Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) war weder vom Wirt noch vom Pächter der Gaststätte, der Paulaner Brauerei, über die Kündigung informiert worden. Beim Bäcker war ihm die Kündigung am 28. Februar erstmals zu Ohren gekommen. Gekündigt hatte der Wirt laut Paulaner bereits im Dezember 2018. Peter Falk (SPD) hatte beantragt, über die Situation der Bewirtung in der Alten Schule im Gemeinderat zu berichten. Er wünscht sich, dass die Gaststätte „möglichst kurz leer steht“.

Brigitte Böttger liegt es am Herzen, dass der neue Gastronom wieder deutsch-bayerische Küche anbietet. „International sind wir gut aufgestellt.“ Martin Runge (Grün) ist vor allem wichtig, „dass wir einen Wirt haben, der auch ein Wirt ist“. Und nicht einen, bei dem man deutlich vor 22.30 Uhr nichts mehr bekomme. Falk konnte sich vorstellen, dass eine benachbarte Baustelle einem Gastronomen Einschränkungen bringe. Doch Schäfer erwiderte, dass die Beeinträchtigungen relativ gering seien. Am Wochenende und an den Abenden werde auf der Baustelle nicht gearbeitet. „Es liegt nicht an der Baustelle oder den Parkplätzen“, konstatierte Cordula Braun (UWG). Vielmehr habe es „gar nicht geklappt mit der Bewirtung“.

Ob bereits ein neuer Wirt gefunden ist, erfuhr die Öffentlichkeit nicht. Die weitere Diskussion würde hinter verschlossenen Türen geführt. 

Ein sportliches Thema beschäftigt derzeit ebenfalls Gröbenzell. Kunstrasenplätze findet man auf immer mehr Sportanlagen. Doch der Plastikrasen gerät zunehmend ins Visier von Umweltschützern.

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