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Die Brücke der Lochhausener Straße über den Erlbach ist Gegenstand eines hydraulischen Gutachtens, das vorliegen muss, bevor mit der Fahrbahn-Sanierung begonnen werden darf. Ob im Zuge der Arbeiten auch ein zweiter Radweg gebaut wird, ist noch offen. 

Neue Prüfung

Zwischen Gröbenzell und Lochhausen: Hochwasser-Problem stoppt Straßenbau

Die Verbindungsstraße zwischen Gröbenzell und Lochhausen wird täglich von rund 20 000 Autos befahren. Spaß macht das nicht: Die Fahrbahn ist eng und in schlechtem Zustand. Eigentlich sollte längst saniert werden – der Beginn verzögert sich aber erheblich.

Gröbenzell – Wer auf der Lochhausener Straße in Richtung Autobahn unterwegs ist, muss damit rechnen, in seinem Auto ordentlich durchgeschüttelt zu werden. Das knapp 700 Meter lange Stück ist in einem äußerst schlechten Zustand. Rund 20 000 Autofahrer können sich tagtäglich davon überzeugen, Lastwagen sollten die enge Fahrbahn sowieso besser meiden. Die Problematik ist bekannt – der Straßenausbau verzögert sich allerdings erheblich.

Eigentlich hätte bereits im vergangen Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden sollen. Doch dann stellte sich heraus, dass zunächst Fragen zum Hochwasserabfluss im Bereich der Brücke über den Erlbach geklärt werden müssen. Der Erlbach grenzt an das Überschwemmungsgebiet des Gröbenbachs, das 2016 vom Landratsamt vorläufig gesichert wurde. Nun muss erst ein hydraulisches Gutachten eingereicht werden, bevor mit dem Bau begonnen werden kann, erklärt Sylvia Pfister vom Staatlichen Bauamt in Freising auf Tagblatt-Anfrage. Dieses liege bis jetzt noch nicht vor. Nach derzeitigem Stand werden die Bagger erst Ende des Jahres anrollen, schätzt Pfister.

Die Staatsstraße soll von derzeit 5,50 auf acht Meter verbreitert werden. Das Staatliche Bauamt rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Genau ließe sich dies aber nicht sagen, da dies abhängig von der Witterung sei, also wie lange der Winter sich hinziehe. Gesperrt wird die Verbindung zwischen Lochhausen und Gröbenzell, die auch zur Autobahn nach München führt, während der Bauzeit aber nicht. Südlich der bestehenden Straße wird laut Pfister eine Ausweichstrecke angelegt.

Zweiter Radweg ist auch im Gespräch

Möglicherweise wird im Rahmen der Arbeiten auch ein zweiter Radweg gebaut. „Grundsätzlich spricht nichts dagegen“, erläutert Pfister. Sie betont aber, es bestehe bereits ein Radweg. Und dieser sei so breit, dass er in beide Richtungen befahren werden könne. Finanziert werden müsste der Weg daher von den Kommunen, die sich diesen wünschen. Zudem müsste Grund für das Vorhaben erworben werden. In Gröbenzell war genau dieser Wunsch in der Vergangenheit immer wieder laut geworden. Ob die Gemeinde allerdings auch bereit ist, ihren Anteil an dem Radweg auf der Nordseite der Staatsstraße zu bezahlen, ist derzeit offen. Darüber entscheidet der Gemeinderat, erläutert Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) auf Anfrage. Die Kosten sind bisher nicht bekannt. (sus)

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