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Am Wochenende feierten die Gröbenzeller bei der Apres-Ski-Party der JU unter freiem Himmel auf dem Rathausplatz. Einen Partyraum gibt es in der Gemeinde nicht.  

Für Jugendliche

Gröbenzell sucht dringend nach Partyräumen 

Gröbenzell – Die Jugendlichen im Ort suchen Räume, um ungestört feiern zu können. Jetzt hat sich der Gemeinderat mit diesem Wunsch auseinandergesetzt.

Die Forderung nach einem solchen Raum wurde zuletzt im Rahmen der Jungbürgerversammlung im Herbst vergangenen Jahres geäußert worden. Fazit der Diskussion: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Die UWG-Fraktion hatte nach der Jungbürgerversammlung beantragt, die Gemeinde möge prüfen, ob es Feiermöglichkeiten in der Jugendbegegnungsstätte Impuls gebe oder andere Räume zur Verfügung gestellt werden können. Bei den Impuls-Verantwortlichen war dieser Wunsch auf wenig Begeisterung gestoßen.

Das Impuls habe sich in den vergangen Jahren zu einem Treffpunkt für für die Acht- bis 14-Jährigen entwickelt, erläuterte Thomas Breitenfellner (CSU) im Gemeinderat. Dass Jugendliche Räume anmieten und die Erlaubnis erhalten, auch Alkohol ausschenken zu dürfen, lehnen die Mitarbeiter ab. Sie fürchten, dass es bei derartigen unbeaufsichtigten Feiern, wenn Alkohol im Spiel ist, zu Sachbeschädigungen und Schlägereien und somit ein Imageschaden für die Einrichtung entsteht.

Der Vorschlag der Impuls-Mitarbeiter: Im Rahmen des offenen Betriebs donnerstags und freitags sowie bei Freitagspartys könnte Bier kontrolliert ausgeschenkt werden. Doch Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) erinnerte daran, dass es den Jugendlichen nicht darum gehe, das Impuls zu besuchen. Sie suchten Räume für Partys, bei denen sie „nicht so überwacht sind“, wo sie einen Bierkasten hin mitnehmen können.

„Jugendliche gehen nicht mehr in Jugendbegegnungsstätten“, meinte Breitenfellner. Er schlug vor, einen Container aufzustellen, in dem man feiern kann. Diese Idee stieß bei Cordula Braun auf begeisterte Zustimmung.

Der Ortssprecher der Grünen, Philipp Messner, hatte kürzlich vorgeschlagen, das mittlerweile geschlossene Lokal „Die Hexe“ als Jugendcafé zu nutzen. Sein Parteifreund Markus Rainer lehnte dies im Gemeinderat aber strikt ab. Dafür seien die Räume zu groß. Auch ein Ankauf des Gebäudes durch die Gemeinde, wie von Messner vorgeschlagen, ist für Rainer aus finanziellen Gründen nicht vorstellbar.

Wo die Jugendlichen künftig ungestört feiern könnten, blieb letztlich offen. Die Gemeinderatsmitglieder beauftragten die Rathausverwaltung lediglich, Vorschläge erarbeiten.

von Susanne Schwind

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