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Gröbenzeller Räte machen Druck bei der Bahnhofstraße

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Gröbenzell - Bei seiner mehrtägigen Klausur vor einem Jahr hatte der Gemeinderat einen Fahrplan erstellt, was er alles 2015 auf den Weg bringen wollte. Die Aufgaben sind aber nur teilweise abgearbeitet worden, wie sich jetzt bei einem Resümee des Gremiums herausstellte. Vor allem in punkto Bahnhofstraße gibt es noch einiges zu tun.

Auf den Weg gebracht wurde der Ausbau der Ährenfeldschule zur Ganztagsschule, hier ist ein Architekt beauftragt. Für den Umbau des Pausenhofs und der Außenanlage der Gröbenbachschule ist die Planung angelaufen, auch für die Sanierung der Freyaunterführung, die 2016 beginnen soll, wurde ein Planer beauftragt. Zudem hat der Gemeinderat eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um alle Vorhaben durchzuführen: Neues Personal wurde eingestellt, unbesetzte Stellen besetzt.

Enttäuscht war so mancher Gemeinderat, dass in Sachen Bahnhofstraße quasi nichts vorangegangen ist. „Da hinken wir definitiv hinterher“, kritisierte CSU-Fraktionsvorsitzende Brigitte Böttger. „Seit einem Jahr war nichts konkret auf dem Tisch.“ Und das Grundstück des grünen Baums werde immer grüner. Gespannt warte sie auf die erneute Begegnung mit dem Gewinner des Wettbewerbs zur Bebauung der westlichen Bahnhofstraße, Hans-Peter Hebensberger-Hüther. Dessen letztes Erscheinen im Gemeinderat ist aber mittlerweile so lange her, dass Thomas Breitenfellner zu der Überzeugung gekommen ist: „Ich bezweifele, dass es ihn noch gibt“.

Auch Breitenfellner, für dem das Thema Bahnhofstraße „eine Herzensangelegenheit ist“, mahnte Nägel mit Köpfen zu machen. Claudia O‘Hara-Jung (UWG) forderte zwar, das Thema nicht zu dramatisieren. Doch auch der Vizebürgermeister Martin Runge (Grüne) gestand ein: „Ich fände es schön, wenn wir deutlich weiter wären“. Seiner Meinung nach seien daran die gebundenen Kapazitäten in der Verwaltung mit Schuld. Denn die Mitarbeiter im Rathaus seien derzeit damit beschäftigt, „den Mist aufzuarbeiten, der sich in den vergangenen 35 Jahren angehäuft hat.

Doch Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) verriet, dass es verwaltungsintern Gespräche gegeben habe. Er versprach: „Wir werden es jetzt angehen.“ Thema war auch der Rathausneubau. Wichtige Voraussetzung dafür ist zu wissen, wie viel Baurecht der Gemeinde auf dem Grundstück in der Rathausstraße zur Verfügung steht und welche Abstandflächen einzuhalten sind. Dazu findet in Kürze ein Gespräch mit dem Landratsamt statt, berichtete Runge.

Beraten werden müsse daher, welche Nutzer außer der Verwaltung alle in dem Gebäude unterkommen sollen, mahnte Markus Rainer (Grüne). „Davon hängt ab welches Baurecht wir benötigen“. Bürgermeister Schäfer sagte, dass man dabei auchdie Finanzierbarkeit bedenken müsse. Fest steht, dass 2016 viel Arbeit auf den Gemeinderat zukommt. Deshalb wird das Gremium nächstes Jahr alle 14 Tage zusammen kommen müssen, kündigte Schäfer an. (sus)

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