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Handball

Großes Kino: Drittliga-Klassiker neu belebt

Fürstenfeldbruck – Schwarzweiß-Denken macht wenig Sinn. Was zählt ist: Bloß nicht den Kontakt zur Spitze verlieren. Die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck sind am Samstag, 19.30 Uhr, gegen den HC Oppenweiler-Backnang gefordert. In grauer Vorzeit gab’s zwischen beiden Vereinen schon packende Duelle.

Um 19.30 Uhr wird sich zeigen, wer ein echter Panther-Fan ist. Während in Dortmunds Ruhrpott-Freiluft-Arena gerade der Anpfiff zur zweiten Halbzeit des Fußball-Klassikers zwischen der Borussia und dem FC Bayern ertönt, beginnt in der urgemütlichen bajuwarischen Wittelsbacher Halle der nächste Handball-Krimi. Der TuS erwartet den auf Rang sieben liegenden HC Oppenweiler-Backnang zum Verfolgerduell. Unterstützung für den gastgebenden Tabellendritten wird nötig sein, nicht nur weil mit dem lediglich zwei Punkte schlechter notierten Kontrahenten aus dem Norden von Stuttgart ein starkes Team anreist.

Und dann auch noch das: „Die Trainingswoche bei uns war alles andere als optimal“, berichtet Martin Wild von den arbeitsträchtigen Werktagen. Am Dienstag waren gerade mal sechs Feldspieler am Werk. Sicher ausfallen werden Sebastian Scovenna (Schulterverletzung) und Johannes Stumpf, bei dem Anfang der Woche ein Muskelbündelriss im Oberarm festgestellt wurde. „Ganz falsch war unsere erste Diagnose nicht, denn der Riss hat auf den Nerv gedrückt. Aber mit so einer schweren Verletzung haben wir nicht gerechnet“, bekennt Wild. Stumpf wird mindestens drei Wochen fehlen.

Auch Yannick Engelmann wird wegen einer Kapselverletzung am Finger wohl nicht spielen können. Für Tizian Maier, seit zwei Wochen ohne Training, wird es höchstens zu einem Kurzeinsatz reichen.

Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Panther-Lager. Mit Felix Kerst kann sich der TuS auf ein 19-jähriges Nachwuchsass aus dem Talentschuppen von Bundesligist MT Melsungen freuen. Er studiert seit kurzem BWL in München. „Eigentlich wollten wir ihn erstmal in der zweiten Mannschaft aufbauen. Aber manchmal kommt es eben anders, als man denkt“, sagt Wild über den Rückraumspieler. In der Not wird zudem Routinier Tobias Prestele aushelfen. Er hat die Woche immerhin zweimal mittrainiert.

Das letzte Duell des TuS mit Oppenweiler liegt bereits eine ganze Weile zurück. In den 1990er-Jahren duellierten sich die Vereine in der Regionalliga, was damals gleichbedeutend mit der aktuellen 3. Liga war. Für Wild, der 1998 beim TuS angefangen hat, ist der schwäbische Club deshalb absolutes Neuland. Dennoch weiß er um die Schwere der Aufgabe: „Sie haben eine äußerst ausgeglichen besetzte Mannschaft, die den Ball sehr schnell laufen lassen kann.“

In der aktuellen Tabelle geht es derweil passend zum anstehenden Winter weiter kuschelig warm zur Sache. Die ersten Sieben der Rangliste sind gerade einmal durch vier Zähler getrennt. (Tobias Huber)

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