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Genossen entspannt die Kurzfilme in einem der Säle des Cineplex-Kinos: OB Andreas Haas und Theaterleiter Michael Riedlberger.

Landesfilmfestival in Germering

Maximal 20 Minuten lang boten 36 Kurzfilme viel Abwechslung. Das Landesfilmfestival Südbayern kam sehr gut beim Publikum an.

Germering – Ein zu gut zwei Drittel gefüllter Kinosaal, am Samstagvormittag – Theaterleiter Michael Riedlberger vom Cineplex war über das Bild, das sich ihm bot, begeistert. „So etwas ist selten, so etwas schaffen wenige “, sagte er anerkennend an den ausrichtenden Münchner Film- und Videoclub (MFVC), aus Germering.

Die Filmemacher, die dort ihre bewegten Bilder vorführten, gaben dieses Kompliment zurück. „Es ist schon ein besonderes Erlebnis, seinen eigenen Film auf der großen Leinwand zu sehen“, ist Axel Ertel aus Steindorf begeistert, der sich mit einem Streifzug durch Mecklenburg-Vorpommer beteiligt hat. In der Regel ist diese Leinwand kleiner, weil solche Festivals eher in Vereinsheimen oder Bürgerzentren stattfinden.

„Es wirkt schon imposanter“, gewinnt auch Dagmar Neumann aus Diessen, die Obstpressen im Voralpenland ins Visier ihrer Kamera genommen hat, dem Kinoerlebns für den Kurzfilm eine positive Seite ab. Doch sie gibt zu bedenken, dass Filme auf unterschiedlichen Leinwandgrößen eine unterschiedliche Wirkung haben. „Eine Totale geht auf einer kleinen Plattform unter, im Kino ist man begeistert.“

Genauso unterschiedlich waren mitunter die Sichtweisen der sechsköpfigen Jury. „Gut gefilmt mit guten Einstellungen“, urteilt Jürgen Liebenstein, ein selbstständiger Programmierer, über den von Franz Bölicke gedrehten Film „Alles erlaubt“, in dem sich der Fahrer eines alten Mercedes mit Dingen beschäftigt die man hinter dem Steuer nicht erwartet. Frank Heinig, der unter anderem bei Trickaufnahmen für „Das Boot“ und „Die unendliche Geschichte mitgewirkt hat, hält dagegen: „Der Film bröselt vor sich hin.“

Die beiden Filmemacher Neumann und Ertel können damit leben. „Das sind schon Fachleute, da nimmt man das als konstruktive Kritik auf.“ Seinen Film würde er aus dem Blickwinkel dieser Bewertungen sicher an der einen oder anderen Stelle anders aufbauen. „Man lernt dabei für sich selbst“, fügt Neumann hinzu.

Den Respekt, den ihr und den Kollegen Oberbürgermeister Andreas Haas als Schirmherr des Festivals entgegenbringt, nimmt Neumann gerne als Zugabe mit. „Ich bewundere Sie alle. Sie sind oft Regisseur, Produzent und Schauspieler in einer Person“, sagte das Stadtoberhaupt. Das Festival sei ein kultureller Höhepunkt für die Stadt und der MFVC dort ein fester Bestandteil im Vereinsleben, so der Oberbürgermeister. Man werde die Veranstaltung mit Sicherheit im Gedächtnis behalten. Theaterleiter Riedlberger hat das bereits getan. „Für solche Festivals sind wir immer zu haben“, rief er Besuchern und Kurzfilmern zu – auch Samstagvormittags.

Hans Kürzl

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