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Grüne und Konseumentenorganisation Slow Food werben für regionale Produkte

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Genuss beim regionalen Frühschoppen: Christina Ganzhorn von den Grünen (r.) sowie Lidija und Richard Bartels von Slow Food haben eine Suppe angerührt, mit der sie die Menschen von regionalen Produkten überzeugen wollen. Foto: Weber
Genuss beim regionalen Frühschoppen: Christina Ganzhorn von den Grünen (r.) sowie Lidija und Richard Bartels von Slow Food haben eine Suppe angerührt, mit der sie die Menschen von regionalen Produkten überzeugen wollen. Foto: Weber

Eichenau - Mit einem Frühschoppen für regionalen Genuss haben Slow Food und der Ortsverband der Grünen auf die Bedeutung der ortsnahen Versorgung aufmerksam gemacht.

Für Grünen-Gemeinderätin Christine Ganzhorn sind Flyer und Podiumsdiskussionen zwar wichtig, um den Bürgern klarzumachen: „Aktiver Einkauf vor Ort ist aktiver Umweltschutz.“ Doch mit Veranstaltungen wie dem Frühschoppen und dem Essen als Gemeinschaftserlebnis erreiche man die Menschen besser: „Das kommt nicht so politisch rüber, wenn man sich gemütlich treffen kann.“

Für das beim Frühschoppen servierte Wunderling-Süppchen hat Ganzhorn selbst zum Messer gegriffen. Am Vorabend des Frühschoppens hat sie mit anderen fleißigen Helfern Gemüse geschält und geschnippelt. „Alles für den guten Geschmack“, sagt sie und freut sich, dass die Gemüsesuppe bei den Besuchern ankommt.

Für Bartels, der bei Slow Food die Region des Fünfseenlandes betreut, ist das kein Wunder. „Für die Leute hat das Lebensmittel ein Gesicht bekommen, weil sie wissen, wo es herkommt.“ So könne man nach Bartels Ansicht den Menschen auch eher klarmachen, „dass es gar nicht mehr so sehr die EU ist, die die Größe von Bananen oder Kartoffeln vorschreibt“. Das sei der Handel, betont Bartels: „Von geraden Gurken bekommt man halt mehr in die Kiste als von krummen.“

Dass in der Suppe Kartoffelstückchen von Ausschussware schwimmen, die für den Handel zu groß oder zu klein ist, stört keinen. „Nach dem Schnippeln ist es doch egal, ob das Gemüse einer Norm entspricht“, sagt Bartels. Und man habe auf jeden Fall ein besseres Gefühl, wenn man dem Bauern aus der Region geholfen habe. (hk)

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