Diese Computergrafik zeigt, wie die Bebauung auf der Ostseite des Kleinen Stachus künftig aussehen soll. Am unteren Bildrand nach rechts ist die Otto-Wagner-Straße mit dem lang gestreckten Sparkassen-Bau auf der Ostseite zu sehen. Darüber führt die Planegger Straße schräg nach rechts oben. Der geplante Neubau mit dem dominanten Eckgebäude endet am Stachus. Hinter dem Bau ist die Jesus-Christus-Kirche zu erkennen.

Grünes Licht für kleinen Stachus östlich der Planegger Straße

Germering - Der Stadtrat hat die Änderung des Bebauungsplans „Kleiner Stachus“ für den Bereich östlich der Planegger Straße von der Glück- bis zur Hartstraße beschlossen.

Dagegen votierten lediglich Barbara Hagmann (Grüne) und Peter Klotz (FDP).

Die Änderung des gültigen Bebauungsplanes im fraglichen Bereich ist aus rechtlichen Gründen notwendig geworden: Die ursprünglichen Vorstellungen der Stadt, die Planegger Straße zur Hartstraße hin zu verschwenken, scheiterten an der Ablehnung eines betroffenen Grundstückseigners. Ein von der Stadt daraufhin angestrengtes Umlegungsverfahren ist vor zweieinhalb Jahren vom Landgericht München abgelehnt worden. Die Neuplanung sieht jetzt ein langgestrecktes Gebäude auf der östlichen Straßenseite vor, das an der Einmündung in den Stachus mit einer dominanten Eckbebauung endet.

Zur Jesus-Christus-Kirche hin ist noch ein eingeschossiger Anbau geplant. Das Eckhaus liegt auf städtischem, der Rest auf privatem Grund. Der gesamte Baukörper erstreckt sich über vier Stockwerke, das oberste ist ein zurückversetztes Terrassengeschoss. In den unteren Etagen ist Laden- und Büronutzung vorgesehen, in den oberen Stockwerken soll Wohnen ermöglicht werden. Dass die geplante Wohnnutzung wichtig ist, konstatierte OB Andreas Haas: „Wir haben das jetzt wieder gemerkt bei den anderen Neubauten am Stachus: Die Leute wollen ins Zentrum.“

Barbara Hagmann begründete ihre Ablehnung mit dem Hinweis darauf, dass der lang gestreckte Bau, der fast bis zum Mehrgenerationenhaus Zenja in der Planegger Straße reiche, mit zu vielen Ladengeschäften der Entwicklung des Zentrums entgehen stehe. Das brachte ihr von OB Haas die Erwiderung ein: „Zentraler als hier geht’s ja nicht mehr.“ Der Rathauschef wies außerdem auf die Möglichkeit hin, dass hier ein so genannter Magnet, also ein großer Einzelhändler mit anziehender Wirkung einziehen könne. Stadtbaumeister Jürgen Thum unterstützte ihn. Er wies darauf hin, dass der Bau ein wesentlicher Bestandteil der Planungen zum Kleinen Stachus sei: „Das steht im Konzept seit Januar 2012.“

Tinka Rausch (SPD) gab Hagmann einerseits recht: Zu Beginn der Stachusplanung habe es in der Tat immr geheißen, dass in der Planegger Straße kein Gewerbe angesiedelt werden soll. Andererseits sei es aber sinnvoll, wenn es in Richtung Zenja Gewerbe geben.

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