Pläne werden immer konkreter

Grundstück für Geothermie-Projekt ausgewählt

Puchheim – Für das Geothermie-Projekt in der Stadt sind nun auch die ersten planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden.

Der zuständige Ausschuss des Stadtrats sprach sich jetzt dafür aus, das für die Bohrung und spätere Förderung vorgesehene Grundstück zwischen Laurenzer Weg und FFB 11 aus dem geltenden Bebauungsplan herauszunehmen.

Der Acker, zum Teil als Erdbeerfeld genutzt, gilt wegen der Nähe zum bestehenden Blockheizkraftwerk im Ikarus-Park als idealer Standort. Dort ist der Ausgangspunkt des Fernwärmenetzes, das auch für die neue regenerative Energie genutzt werden soll. Das Grundstück hat eine Fläche von über 2,3 Hektar. Da es in einem regionalen Grünzug liegt, sollen die baulichen Anlagen möglichst nahe an der Kreisstraße entstehen.

Nach der Bohrphase werden entweder einige Container oder aber ein größeres Gebäude stehen bleiben, die dauerhaft befestigte Fläche dürfte einen Umfang von knapp 3000 Quadratmeter haben. Eine Eingrünung der technischen Anlagen ist wegen der besseren Einbindung in die Landschaft geplant. Außerdem wird dadurch ein Teil der notwendigen Ausgleichsfläche geschaffen.

Wegen der möglichen Lärmentwicklung muss der Investor noch ein Immissionsgutachten vorlegen. Der Abstand zu den nächstgelegenen Wohnhäusern (rund 250 Meter) dürfte aber voraussichtlich ausreichen. Die Lage der Bohr- und Zapfstelle in der nordöstlichen Ecke des Grundstücks ist auch aus Gründen des Naturschutzes wünschenswert. Zwar sind die bei einer Untersuchung im vergangenen Jahr nachgewiesenen drei Feldlerchen-Nester mehr als 100 Meter entfernt. Grundsätzlich gilt den Experten das Gelände aber als geeignetes Habitat für diese Vogelart.  

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Rubriklistenbild: © picture alliance

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