Schule Nord wird erweitert 

Fürstenfeldbruck – Die Grund- und Mittelschule Nord platzt aus allen Nähten. Auf dem Gelände an der Theodor-Heuss-Straße tummeln sich etwa 400 Mittel- und 200 Grundschüler aus 30 Nationalitäten, hundert davon werden nachmittags im Hort betreut.

Dass sie mehr Platz brauchen, hat der zuständige Ausschuss bereits vor zwei Jahren anerkannt. Genauer gesagt müssen je zwei Gruppen der offenen Ganztagsschule und der Mittagsbetreuung sowie vier Hortgruppen auf dem Areal untergebracht werden. Im Mai entschied der Bauausschuss, einen Anbau zu errichten. Die offene Ganztagsschule, Mittagsbetreuung und der Hort sollten in einem Gebäude untergebracht werden. Dadurch wären Räume im Altbau frei geworden – für Klassenzimmer.

Doch schon beim ersten anschließenden Planungs-Treffen machten Schulleiterin Bettina Jungtorius und ihre Stellvertreterin klar, dass das Konzept der Stadt an den Vorstellungen der Lehrer vorbeigehe. Ein neuer Entwurf wurde erstellt, genauer gesagt insgesamt fünf weitere Varianten, die dem Stadtrat nun zur Auswahl vorlagen.

Schulleiterin wünscht sich separaten Hort

Jungtorius betonte in der Sitzung, dass der Hort entgegen der ursprünglichen Planung zwingend in einem separaten Gebäude untergebracht werden müsse. „Das sind Kinder, die besondere Aufmerksamkeit brauchen – ihnen kann man in der Mittagsbetreuung nicht gerecht werden“, sagt sie. Viele hätten große Probleme. „Wir sind für sie wie eine Familie“, so Jungtorius. Deshalb wünschte sie sich ein separates Gebäude auf dem jetzigen Fußballfeld. Das sei sowieso zu groß, wegen des unebenen Bodens nicht bespielbar und noch dazu gefährlich.

Ihre Wünsche bekräftigte der frühere Schulleiter und Stadtrat Hardy Baumann (BBV). „Oft sind mehr als 180 Kinder nachmittags an der Schule, das sollten wir entzerren.“ Auch er meinte: „Ein Hort ist eine eigenständige Institution, der gehört nicht unbedingt in eine Schule.“

Stadträte sind anderer Meinung

Die Stadträte – unter ihnen einige Lehrer – waren anderer Meinung. Dem Wunsch von Jungtorius kamen sie nur ansatzweise nach. So entschieden sie am Ende, einen Anbau ähnlich dem ursprünglich geplanten zu errichten, der mit einem der bestehenden Häuser verbunden ist und maximal 5,6 Millionen Euro kosten darf. Die genaue Situierung kann noch verändert werden. Dabei sollen die Planer darauf achten, dass so viele Freiflächen wie möglich erhalten bleiben. Ob der Hort separat gebaut werden kann, sollen die Experten lediglich prüfen.

Alexa Zierl (Grüne), die sich im Vorfeld der Beratungen zum Ärger einiger ihrer Kollegen auch mit der Verwaltung über das Thema ausgetauscht hatte, machte auch noch einen anderen Vorschlag: „Wir könnten die entstehenden Gebäude abtrennen wie Reihenhäuser, das würde auch eine Separierung ergeben.“ Franz Neuhierl (Freie Wähler) gab zu bedenken: „Ein Bau auf freier Fläche macht mehr kaputt als den Platz, auf dem er steht.“ Er meinte: „Die Schule hat eine gute Lösung verdient." (Verena Usleber)

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