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In Günzlhofen könnte ein Biergarten entstehen.

Günzlhofen

Nachdenken über Biergarten vor Restaurant „Baviera“

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Statt des großen Parkplatzes könnte bald ein richtiger Biergarten vor dem Restaurant „Baviera“ in Günzlhofen entstehen. Beschlossen hat der Gemeinderat in Oberschweinbach noch nichts, im Gremium wurden aber Varianten vorgestellt.

Günzlhofen – Die Landschaftsarchitektin Claudia Dobner-Kobald präsentierte drei Gestaltungsmöglichkeiten, schickte jedoch voraus: „Man muss sich im Vorfeld klar werden, was gewünscht ist: ein richtiger Biergarten oder lediglich ein aufgehübschter Freibereich.“

Derzeit sei der Eingangsbereich sehr unattraktiv, die Mülltonnen bräuchten einen anderen Standort in einem Häuschen. „Unschön ist auch, dass der Parkplatz so dominiert“, sagte Dobner-Kobald. Sie hatte eine große Lösung vorbereitet, bei der ein Biergarten vor dem Gebäude entstehen soll, eingerahmt von einer Hecke und Bäumen. Der Bereich vor dem Eingang wird gepflastert, es gibt Platz für Fahrradständer. Für eine Fluchttür müsste eine Mauer etwas zurückgesetzt werden. Parkplätze sind bei dieser Variante vor dem „Baviera“ noch vorhanden, die Feuerwehrzufahrt ist gesichert. „Wobei es genügend Parkplätze unterhalb gibt“, wie die Architektin sagte.

Die große Lösung würde 148 000 Euro kosten. Die Entsorgungskosten für den Asphalt sind hoch angesetzt, falls der Belag teerhaltig sein sollte.

Variante zwei ist eine abgespeckte Version der ersten. Hierbei würde nichts gepflastert, der Asphalt bestehen bleiben. Geplant wäre ein Baum weniger. Der Biergartenbereich würde mit Riesel gestaltet. Diese Lösung kostet 97 000 Euro.

Variante mit Holzdeck

Eine dritte Variante sieht ein Holzdeck vor mit einer Fläche von 40 Quadratmetern – diese sind derzeit genehmigt –, umrahmt von Pflanzen in Trögen. Diese Lösung sei nicht ihr Favorit, sagte die Architektin. Auch das Gremium war nicht so begeistert, weil diese Variante fast so teuer ist wie Variante Nummer zwei.

Lutz Rosenbaum (BV Günzlhofen) hätte lieber eine Lösung gesehen, bei der der Hang zur Montessori-Schule hin integriert würde. „Das hat so viel Potential, so viel Charme“, fand er. Auch eine Treppe rauf zu Schule und Turnhalle hätte er begrüßt.

Die Architektin hielt dagegen, dass eine Hang-Lösung immer sehr teuer sei. „Und dann hätten wir immer noch die Autos, die direkt vor dem Restaurant parken.“

Man wisse jetzt ungefähr, was möglich sei, sagte Hardy Richard (DG/CSU): „Ich bin positiv überrascht.“ Thomas Gaeb (DG/CSU) fragte nach, ob man von Variante zwei auf eins aufstocken könnte. „Oder wird es bei zwei Abschnitten noch teurer?“ Es wäre schwierig umzusetzen, antwortete ihm Claudia Dobner-Kobald: „Und billiger werd‘s auf keinen Fall.“

Markus Zifreund (DmZ) betonte, dass ihm die ersten beiden Möglichkeiten am besten gefallen, wies jedoch auf eines hin: „Man sitzt dann im Biergarten direkt unterhalb der Klo-Fenster.“ Da müsse man sich dann noch einmal Gedanken machen, so der Tenor von Gremium und Architektin.

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