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Bei der Preisverleihung (v.l.): Daniel Dinkel (Anbau an ein Gebäude an der Polzstraße), Hans Schilling (er nahm die Urkunde für die Firma Vilgertshofer entgegen), Bernhard Kreppold (Sanierung eines Hauses an der Feuerhausstraße), der amtierende Bürgermeister Erich Raff und Andrea Kreppold-Roth mit den Töchtern Magdalena und Antonia.

Baugestaltungswettbewerb

Sie haben Bruck schöner gemacht

Fürstenfeldbruck - Sie haben die schönsten Häuser in Bruck gestaltet: Weil sie das Stadtbild verbessert haben, sind drei Bürger nun ausgezeichnet worden. Sie bekamen jeweils 500 Euro.

2005 hatte die Stadt beschlossen, besonders kreative und fleißige Bürger im Zuge des sogenannten Baugestaltungswettbewerbs auszuzeichnen. Alle zwei bis drei Jahre findet die Preisverleihung nun statt (zuletzt 2013).

Ausgezeichnet werden aber nur jüngere Baumaßnahmen – also Gebäude, die in den vergangenen drei Jahren komplett neu-, umgebaut oder saniert wurden. Um den Sieger zu ermitteln, hat die Verwaltung extra alle umgesetzten Bauvorhaben der letzten Jahre unter die Lupe genommen. Die Mitarbeiter suchten nach „besonders engagierten Bauherren“, die beispielhafte Gebäude, auch in Hinblick auf eine Außenflächengestaltung, realisiert haben.

Zehn Kandidaten standen schließlich in der engeren Auswahl. Ein Gremium, in dem jeweils ein Stadtrat als Vertreter der beiden größten Fraktionen BBV und CSU anwesend war, entschied dann über die Sieger. Die so ausgewählten Gewinner wurden schließlich im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt.

Einer von ihnen war kein Bürger im direkten Sinne, sondern die Allinger Baufirma Vilgertshofer. Diese hatte den alten Brameshuber in der Hauptstraße denkmalgerecht renoviert. „Dieses Gebäude hat viel mit der Identität von Fürstenfeldbruck zu tun“, sagte Stadtbaumeister Martin Kornacher. Das „Herzstück innerhalb des Altstadtensembles“ wurde in enger Abstimmung mit der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege „wieder einer funktionsgerechten und adäquaten Nutzung zugeführt“, führte die Jury aus. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Wiederherstellung der stadtbildprägenden Straßenansicht.

Ebenfalls um ein altes Gebäude verdient gemacht haben sich Andrea Kreppold-Roth und Bernhard Kreppold: Mit viel „Liebe, Akribie und Arbeit“ haben sie eine Villa in der Feuerhausstraße wieder in einen „vorbildlichen Zustand“ gebracht, sagte Kornacher. Die Villa besteht schon seit dem Jahr 1887 und zeigt sich nach der Sanierung wieder mit den typischen Elementen des Jugendzeit-Stils des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dazu gehören runde Firstfenster und ein Eckturmerker. Durch einen Rückbau konnte auch die ursprüngliche Baugestalt wieder hergestellt werden.

Doch auch mit moderner Architektur können die Brucker zum Stadtbild beitragen. Das zeigten die Preisträger Melanie und Daniel Dinkel. Sie gestalteten einen Neubau, der an ein Haus in der Polzstraße grenzt. Das moderne Gebäude würdigte Kornacher als einen „sehr konsequenten Bau in einer zeitgenössischen Formensprache“. Besonders gefiel den Juroren, dass auf bauliche Elemente wie einen Erker verzichtet wurde. Außerdem lobten sie, dass die Freiflächen offen gehalten sind. (fd)

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