Die Turnhalle der Josef-Dering-Schule ist marode. Was genau an ihre Stelle treten soll, ist aber immer noch unklar. Foto: Kürzl

Halle an der Josef-Dering-Schule ist sanierungsbedürftig

Eichenau - Die Hallenkapazitäten in der Gemeinde sind bereits seit langem an ihre Grenzen gestoßen. Dies trifft auch auf die Turnhalle der Josef-Dering-Schule zu, die zudem bereits etliche bauliche und energetische Mängel aufweist.

Schlecht isolierte Türen und Fenster, unhygienischer Allgemeinzustand der Toiletten, Ausstattung veraltet - das sind nur einige Punkte, die Bauamtsmitarbeiter Michael Pletl auf Anfrage von Céline Lauer (CSU) aufführte. Deren Antrag, den Neubau einer Zweifach- oder Dreifachsporthalle zu prüfen, billigte der Gemeinderat vor kurzem einstimmig.

Eher skeptisch stand man dem Vorschlag der CSU gegenüber, eine neue Halle zusätzlich noch zu unterkellern. CSU-Sprecher Dirk Flechsig hatte angeführt, dort könne man zusätzlich Vereine unterbringen, die vom Lärmschutz betroffen seien. Jugendreferent Andreas Zerbes (SPD) entgegnete, dass ihm keine unterkellerte Turnhalle in der Region bekannt sei. Wünschenswert sei zusätzlicher Raum immer. „Aber ob sich der finanzielle Aufwand rechnet, ist fraglich“, so Zerbes, der sich auch für eine Zweifach-Turnhalle aussprach. Diese ist seiner Meinung nach vom vorhandenen Platz her eher machbar.

Angela Heilmeier (FW) schlug vor, an eine solche Zweifachhalle zumindest noch Gymnastikräume anzubauen. Bürgermeister Hubert Jung (CSU) wies aber auf die Kosten hin. Bereits eine Renovierung der bestehenden Halle wurde von der Bauverwaltung auf ein bis eineinhalb Millionen Euro geschätzt. Einen Neubau veranschlagte Sportreferent Elmar Ströhmer (FW) auf rund dreieinhalb Millionen Euro. „Wir müssen einen Sprung machen statt eines kleinen Schrittes“, sagte Ströhmer.

Als Vorsitzender des Eichenauer SV ist er unmittelbar von der Hallenproblematik betroffen. Deswegen hatte Ströhmer bereits im Frühjahr 2014 eine Fläche an der Friesenhalle vorgeschlagen, in deren Nähe sich die Starzelbachschule befindet.

Von Seiten der CSU bezieht man diese Fläche durchaus in die Planungen ein. Laut Flechsig sehe man aber eher Bedarf für eine „multifunktionale Kinderbetreuung“. Der Platz für einen Kindergarten oder Hort sei angesichts der Nähe zur Schule ideal, so der CSU-Sprecher. Doch noch eine andere Idee seiner Fraktion holte Flechsig wieder aus der Schublade. „Eichenau braucht und verträgt einen Biergarten.“ Der solle hinter der Friesenhalle entstehen. (hk)

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