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Wohl bis Ende der Woche bleibt die Halle an der Realschule vorsichtshalber gesperrt.

Aus Sicherheitsgründen

Maisacher Turnhalle wegen Schnee gesperrt

Maisach - Im Winter 2016 reichen wenige Zentimeter Schnee und schon muss eine Halle gesperrt werden. Genau vor zehn Jahren war die Lage ernster.

Die Turnhalle an der Maisacher Realschule musste am Sonntagabend wegen der Schneelast dichtgemacht werden. Auf jedem Quadratmeter Dachfläche lasten 21 Kilogramm Gewicht, wie ein Sprecher des Landratsamts erklärte. Das ist zuviel für das alte Gebäude. Aus Sicherheitsgründen nötig sei die Sperrung bereits bei 20 Kilo je Quadratmeter. Das entspricht einer Schneehöhe von etwa zehn Zentimetern.

Von der Sperrung sind die Maisacher Realschüler betroffen und natürlich auch zahlreiche Mitglieder von etwa sechs örtlichen Vereinen, die sich in der Halle regelmäßig treffen. Für diese Woche haben sie alle hallensportfrei.

Die Maisacher Halle gilt seit längerem als statisch gefährdet, im vergangenen Jahr erwischte es sie mehrfach mit Sperrungen. Insofern seien Lehrer und Schüler vorbereitet gewesen, berichtete Rektorin Regina Spitzer. Die Schüler seien aufgefordert, mit warmer Kleidung zum Unterricht zu erscheinen. So kann man den Sportunterricht durch Aktivitäten draußen ersetzen. Im vergangenen Jahr hatte man sich auch einmal zum Schlittenfahren verabredet, erzählt die Rektorin. „Es ist einfach so wie es ist, wenn man vorbereitet ist, findet man Alternativen.“

Der Landkreis, dem die Halle gehört, arbeitet unterdessen bereits an einer langfristigen Lösung. Erst im Dezember beschloss der Kreistag, an der Realschule in Maisach eine neue Dreifachsporthalle zu bauen. Als erster Schritt gilt es nun, hierfür einen Planer zu beauftragen. Insgesamt soll die neue Halle nach einer ersten Schätzung rund acht Millionen Euro kosten.

870 000 Euro davon soll die Gemeinde Maisach zahlen, da sie einige Wünsche bezüglich des Neubaus geäußert hat, die über die Zuständigkeit des Landkreises deutlich hinausgehen. So soll auch die neue Dreifach-Halle für den örtlichen Vereinssport tauglich sein sowie als örtliche Versammlungsstätte dienen können.

Erinnerung an den Winter 2006

Schnee, Schnee und nur noch Schnee: Der Winter des Jahres 2006 ist in die Geschichte eingegangen.Vor zehn Jahren vefügte das Landratsamt die Sperrung aller kreiseigenen Hallen – zu groß schien die Gefahr, dass Dächer unter der ungeheuren Schneelast zusammenbrechen. Mehrere Gemeinden folgten diesem Beispiel. In Germering wurde im März sogar die Wittelsbacher Grundschule teilweise evakuiert, weil ein Lehrer Risse in der Decke bemerkt hatte. Hintergrund war damals natürlich auch der Horror-Unfall von Bad Reichenhall, wo beim Einsturz eines Daches 15 Menschen starben.

 Gleichzeitig ging zeitweise auf den S-Bahnstrecken gar nichts mehr. Hilfskräfte mussten sich um gestrandete Pendler kümmern. Bäume knickten um, einige Dächer wurden aus Sicherheitsgründen abgeräumt. Feuerwehrleute übernahmen diesen Job an vielen Stellen. In allen Schulen des Kreises fiel an einem Tag der Unterricht aus – die Sicherheit des Schulwegs sei nicht gewährleistet, argumentierte damals Landrat Karmasin. Die Wittelsbacher Halle in Bruck dagegen war standfest. Hier nächtigten 40 Fans des FC Bayern aus dem Allgäu, deren Zug ausgefallen war.  (st)

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