Neujahrsempfang abgelehnt

Nein zum zweiten Helferfest

Hattenhofen - Die Gemeinde richtet kein Fest für die Helfer der 950-Jahr-Feier aus. Diese Entscheidung fiel nach langem Streit im Gemeinderat.

Endet das Jubiläumsjahr im Streit? Im Gemeinderat gab es jedenfalls eine heftige Diskussion um die Frage, ob den ehrenamtlichen Helfern in einer eigenen Veranstaltung noch einmal Dankeschön gesagt wird.

Im Sommer war die Gemeinde als Gewinner einer Aktion des Radiosenders Bayern1 ausgelost worden: Als die Bayern1-Band kurz darauf nach Hattenhofen kam, wurde die Party kurzerhand zum Helferfest gemacht. Damit wollte man den vielen Ehrenamtlichen, die bei den Jubiläumsveranstaltungen mit angepackt hatten, Danke sagen. Doch reicht dieses Fest, das im August im Hillmayr-Stadl stattgefunden hatte? Darüber wurde sich das Gremium nicht einig. Fest steht nur: Es gibt keine weitere Feier.

Aufgeworfen hatte die Frage Thomas Waldleitner (Dorfgemeinschaft Hattenhofen), der sich für die Gemeinde bei der Bayern1-Aktion beworben hatte. Er meinte wegen der Urlaubszeit und der kurzfristigen Ansetzung im August habe eine „nicht ganz kleine Zahl“ von Helfern nicht dabei sein können.

Schnell zeigte sich, dass es zwei Lager im Gemeinderat gab – die in der Debatte nicht zimperlich miteinander umgingen. Eine weitere Veranstaltung sei nicht mehr geboten, meinte die eine Fraktion. Das Jahr sei fast zu Ende, zudem werde man nie alle Beteiligten erreichen. Mit einem größeren zeitlichen Vorlauf könne sich aber jeder den Termin freihalten, war die Meinung derjenigen, die noch eine Dankesfeier haben wollten.

„Die Luft ist raus“, meinte dagegen Festausschuss-Vorsitzender Hans Scherer (UWG Haspelmoor) dazu. Es tue sich nicht mehr viel, und die Erwartungshaltung sei gering. So habe er etwa aus dem Sportverein keine Forderungen nach noch einem Fest gehört. Ähnlich sah das Harald Ziegler (UWG Haspelmoor): „Es wird immer so sein, dass man nicht alle erwischt“, sagte er.

Andreas Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) wies darauf hin, dass man ohne das große Engagement der Bürger die Feiern nicht weitestgehend kostendeckend hätte organisieren können: „Lieber lade ich fünf Leute mehr ein, als dass ich einen vergesse.“ Auch Ernst Hagl und Stefanie Ettenberger (beide UWG) befürworteten dies, Ettenberger schlug einen Neujahrsempfang vor.

Zum Schluss gerieten noch Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Trappmann (Dorfgemeinschaft) und Waldleitner aneinander. Sie verstehe Waldleitners Intention nicht, sagte Trappmann, schließlich sei er im Sommer für einen baldigen Termin gewesen: „Du hast das doch eingefädelt.“ Diese Party sei aber nicht als Fest der Gemeinde wahrgenommen worden, meinte Waldleitner, der sich schließlich missverstanden fühlte: Ein ähnlich großes Helferfest habe er nicht angestrebt, sondern einen leicht zu bewältigenden Stehempfang mit Sekt und Häppchen Anfang Januar.

Fabian Dilger

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