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Franz Robeller will die Gelegenheit nutzen und Parkplätze schaffen.

Sondersitzung des Gemeinderats

70 neue Häuser: Große Pläne in Haspelmoor

Grundstücksgrößen, Stockwerkszahl, Grünflächen und Dachformen: In einer Sondersitzung hat der Gemeinderat Hattenhofen Details für das neue Baugebiet Haspelmoor-Ost festgelegt.

Hattenhofen – Der Großteil der Grundstücke soll zwischen 450 und 550 Quadratmeter haben. Diese Größe wünscht sich die Mehrheit der Interessenten. Dann ging es um weitere Vorgaben. Hans Scherer (UWG Haspelmoor) hatte die Frage angestoßen, ob man ein Geschoss mehr zulassen solle. Würde man eine steilere Dachneigung erlauben, wären drei nutzbare Stockwerke denkbar. „Dann könnte man das Dachgeschoss auch noch nutzen“, sagte Scherer. Erdgeschoss, erster Stock und Dach wären als Wohnraum geeignet.

Höhere Häuser sollen aber nur im Süden entlang der Bahnlinie möglich sein. Darauf einigte sich der Gemeinderat. Denn im übrigen Areal würden zu große Gebäude kleinere erdrücken.

Architekt und Stadtplaner Frank Reimann wies auf Schwierigkeiten bei den Lärm-Emissionen der nahen Bahngleise hin. Ein drittes Stockwerk würde diese voll abbekommen. Die Bauherren könnten Schallschutz einbauen, meinte Ernst Hagl (UWG Haspelmoor) dazu. Der Gemeinderat will nun noch einmal von Experten prüfen lassen, inwiefern höhere Häuser machbar sind.

Im Norden wird nur die niedrigere Gebäudeform mit Erd- plus Dachgeschoss zulässig sein, um einen Übergang zu den bestehenden Haspelmoorer Häusern hinzubekommen. Auf den Häusern sollen Sattel- oder Walmdächer zulässig sein.

Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) schlug vor, 20 öffentliche Stellplätze zu bauen. Einen geeigneten Ort gebe es im Süden: Dort muss ein Regenrückhaltebecken entstehen. Daneben wären Parkplätze denkbar. Hintergedanke: Park-&-Ride-Nutzer oder Besucher würden dann nicht in die umliegenden Straßen zum Parken ausweichen.

„Es ist die letzte Möglichkeit, am Bahnhof Parkplätze zu schaffen“, stimmte Andreas Drexl (Junge Wähler) zu, der Rest des Gemeinderates ebenso. Das Regenrückhaltebecken in diesem Bereich soll gleichzeitig als öffentliche Grünfläche dienen. Das könne man als „blühende Landschaft“ gestalten, sagte Architekt Reimann und verwies auf das Beispiel Mittelstetten.

Thomas Waldleitner (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) war das aber zu wenig. Er wünschte sich mehr Platz für Grünzonen. Waldleitner verwies auf die kürzlich gegründete Arbeitsgruppe, die sich um Grünflächen in der Gemeinde kümmern soll – daran solle man bei der Planung denken. Die Mehrheit fand das Regenrückhaltebecken aber ausreichend. Schließlich habe fast jedes Grundstück einen eigenen Garten.

Das Baugebiet Haspelmoor-Ost entsteht auf einem gut vier Hektar großen Areal am Ostrand des Ortes, zwischen Dianastraße und Bahngleisen. Insgesamt könnten knapp 70 Häuser entstehen, die Platz für mindestens 170 Menschen bieten. Die Erschließung soll in Form einer Ringstraße mit mehreren Zwischenverbindungen erfolgen. Die Gemeinde besitzt die Hälfte des Gebietes und möchte ein Einheimischenmodell anbieten. (fd)

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