Hattenhofens Bürgermeister Franz Robeller.

Bürgerversammlung

Bankfiliale in Hattenhofen macht dicht

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Zwei Hiobsbotschaften gab es auf der Hattenhofener Bürgerversammlung: Die Geschäftsstelle der Volks- und Raiffeisenbank schließt Ende des Monats. Und die Erschließung des neuen Baugebiets Haspelmoor-Ost wird deutlich teurer als gedacht.

HattenhofenDas Ende der Bankfiliale kommt nicht überraschend, aber doch plötzlich. Wie Bürgermeister Franz Robeller in der Bürgerversammlung im voll besetzten Sportheim in Haspelmoor sagte, wurde er erst vergangene Woche von dem Schritt unterrichtet. Der Geldautomat und der Kontoauszugsdrucker sollen offenbar vorerst noch vor Ort bleiben.

Die VR-Bank hatte seit dem Rückzug der Sparkasse aus Hattenhofen ein zuvor gemeinsam genutztes Gebäude allein betrieben. Geplant war dies ab dem Sommer 2017 probeweise für drei Jahre. Nun kommt das Ende bereits sieben Monate vor Ablauf dieser Frist.

Regenrückhaltebecken ist notwendig

Im Zusammenhang mit dem Baugebiet Haspelmoor-Ost waren in der jüngsten Gemeinderatssitzung Zahlen auf den Tisch gekommen. „Die Erschließung soll 4,5 Millionen Euro kosten“, teilte Robeller mit. Umgerechnet sind das 140 Euro pro Quadratmeter – ursprünglich war man von 80 bis 90 Euro ausgegangen. Was die Erschließung so verteuert, ist ein geplantes Regenrückhaltebecken, das nach den Worten des Rathauschefs mehr als eine Million Euro verschlingt.

Das Rückhaltebecken muss sein, weil das Oberflächenwasser nicht mehr in den Schmutzwasserkanal fließen, sondern in den Voreichengraben eingeleitet werden soll. Dies entspricht den Vorgaben des Wasserwirtschaftsamts.

Der Quadratmeterpreis – geplant sind 64 Parzellen auf vier Hektar Fläche, von der die Hälfte der Gemeinde gehört – wird sich dadurch verteuern. Die Gemeinde will den größten Teil ihrer Grundstücke im Rahmen eines EU-konformen Einheimischenmodells vergeben. „Wenn ich die Einheimischen halten will, darf der Preis nicht in schwindelige Höhen steigen“, betonte Robeller. Am Bodenrichtwert müsse sich die Gemeinde allerdings schon orientieren.

Neuer Funkmast

In der anschließenden Fragerunde kamen Verkehrsthemen wie die hohe Belastung der Valesistraße und die gewünschte Verlegung der Bundesstraße 2 zur Sprache. Auf die Frage nach einem realistischen Zeitrahmen erwiderte Robeller: „Ich denke schon, dass die Verlegung in den nächsten zehn Jahren kommt.“

Ein Bürger wollte wissen, wie sich die Gemeinde zum Thema fünfte Mobilfunkgeneration, kurz G5, stelle. Basisstationen „auf jeder Straßenlampe“ werde es mit Sicherheit nicht geben, entgegnete Robeller. Er rechnet allerdings in absehbarer Zeit mit einem neuen Funkmasten von Telekom oder Vodafone, der Richtung Loitershofen entstehen könnte. „Die Höhe weiß ich noch nicht.“

Die bereits beschlossenen Baumaßnahmen an Kindergarten und Schule sollen Ende des Frühjahrs 2020 starten, so Robeller auf die Frage einer Zuhörerin. Geplant sind im Kindergarten zwei neue Gruppenräume und ein weiterer Krippenraum. Die Mittagsbetreuung der Schule soll auf drei Gruppen- und einen Mehrzweckraum aufgestockt werden.

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