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Revierleiter Beer an einem angenagten Stamm.

Verkehrssicherheit 

Baumfällung: Säge kommt dem Biber zuvor

Umfangreiche Baumfällungen stehen in Kürze entlang der Straße zwischen Haspelmoor und Luttenwang an. Schuld ist der Biber, der sich im Haspelmoor wohl fühlt und seinerseits immer wieder Baumfällungen vornimmt.

Haspelmoor„Die Verkehrssicherheit ist in dem Straßenabschnitt nicht mehr sicherzustellen“, berichtet Alexander Beer, Leiter des Forstreviers Schöngeising, zu dem das Haspelmoor gehört. Denn der Biber braucht Baumaterial für seine Behausungen und nagt Bäume entlang der Straße an, bis diese dann umfallen. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die dann auf die Straße fallen.

Damm des Tieres blockiert Wasserdurchlass unter der Straße

Mehrmals ist Beer in der Vergangenheit von der Straßenmeisterei darauf aufmerksam gemacht worden, dass Bäume gefährlich weit angenagt seien. „Als Vertreter der Staatsforsten habe ich dort die Verkehrssicherungspflicht – und die kann ich nicht mehr sicherstellen“, sagt Beer. Denn auch die Kontrolle sei schwierig: Im Dickicht des Gehölzaufwuchses ist gerade im Sommer nicht erkennbar, ob der Biber zugeschlagen hat.

Bei dem auf einer Länge von 400 Meter zu rodenden Streifen handelt es sich um einen natürlichen Aufwuchs von Birken, Weiden, Pappeln und vereinzelt auch Eschen. Neben der Gefahr, vom Biber abgefressen zu werden, bedroht die Bäume zusätzlich ein zu hoher Wasserstand. „Der Biber hat den Wasserdurchlass unter der Straße Richtung Osten mit einem Damm blockiert, dadurch kommt es zu einem Rückstau auf der Westseite“, erklärt der Förster.

Die Bäume stehen also, wenn nicht regelmäßig der Biberdamm beseitigt wird, im Wasser. Dies könne ein Baum zwar für eine gewisse Periode verkraften, aber eben nicht dauerhaft – er stirbt dann ab und fällt irgendwann unkontrolliert.

Rodung noch vor Ende Februar

Alexander Beer hat bereits mit der Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufgenommen und die Fällungen abgestimmt. Die entnommenen Bäume sollen als Hackgut in einem Biomasseheizkraftwerk Verwendung finden. „Eine Aufforstung ist nicht geplant, wir überlassen das der natürlichen Sukzession“, erklärt Beer. Das heißt, dass sich in Abhängigkeit der Biberaktivitäten bald wieder ein neuer Aufwuchs etablieren könnte. Die Rodungen sollen wegen der beginnenden Vogelbrut bis Ende Februar erfolgt sein. Die Straße wird dazu halbseitig gesperrt. (mjk)

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