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Die Kirche in Hattenhofen

In Hattenhofen

Bestatter ab 2020 wieder frei auswählbar

Die Gemeinde kündigt ihren Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen: Die Bürger sollen in Zukunft wieder frei auswählen können.

Hattenhofen –  Seitdem er Bürgermeister ist, werde er nach dem Vertrag gefragt, sagte der Hattenhofener Rathauschef Franz Robeller (UWG Haspelmoor) in der jüngsten Gemeinderatssitzung – Robeller meinte das aber nicht im positiven Sinne.

Seit 2013 hat die Gemeinde einen Vertrag mit der Trauerhilfe Denk. Das bedeutet, dass nur diese Firma zum Beispiel die Öffnung der Gräber vornehmen darf. Andere Aufgaben rund um die Bestattung, zum Beispiel die Überführung der Leiche, dürfen aber auch andere Unternehmen ausführen – bei der Beerdigung ist dann jedoch Zusammenarbeit zwischen zwei Bestattern notwendig.

Die Hattenhofener stören sich an dieser Regelung, erklärte Robeller. Er werde oft darauf angesprochen.

Der Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen läuft deshalb nur noch bis Ende 2019, entschied der Gemeinderat einstimmig. Das war der frühestmögliche Zeitpunkt für eine Kündigung.

Ab dem Jahr 2020 ist dann freie Bestatter-Wahl auf dem Hattenhofener Friedhof möglich, „je nachdem, welche Präferenzen der Betroffene hat“. „Preislich ändert sich für uns nichts, wir haben kein Geld eingenommen“, erklärte der Bürgermeister.

Vor dem Vertrag mit der Trauerhilfe Denk gab es noch einige Hattenhofener Bürger, die selbst Aufgaben rund um die Beerdigungen übernahmen. Nach der Kündigung muss die Gemeinde selbst auch wieder einige kleine Dinge wie das Abstecken der Gräber leisten. „Aber das werden wir schaffen können“, sagte Robeller. In der Gemeinde Hattenhofen finden pro Jahr etwa zwölf bis 14 Beerdigungen statt. (fd)

FABIAN DILGER

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