Mehrzweckraum 

Bürger sollen neuen Treffpunkt mitgestalten

Der Architekt steht bereit, nun soll die Bürgerbeteiligung anlaufen: Hattenhofen will einen Mehrzweckraum im Dach des Gemeindegebäudes an der Benno-Heinrich-Straße einrichten und dafür Zuschüsse einstreichen.

HattenhofenIm Gemeinderat stellte sich der beauftragte Architekt Helmut Hilscher aus Althegnenberg vor. Er soll die Planung entwerfen, mit der man sich um Fördergelder für den Ausbau des Dachgeschosses bemühen will. Dabei spekuliert Hattenhofen auf das sogenannte ELER-Programm des oberbayerischen Amtes für ländliche Entwicklung (ALE). Zu den Chancen, einen Zuschuss zu bekommen, sagte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor): Es würden viele Projekte gefördert, viele fielen aber auch durch. Wenn gerade wenig Anträge beim ALE einlaufen, dann reiche vielleicht eine niedrigere Punktzahl, mit der ein Antrag bewertet wird.

Punkte gutmachen kann man durch Bürgerbeteiligung. Ernst Hagl (UWG Haspelmoor) sagte dazu, man solle „zu einem relativ frühen Zeitpunkt die Leute mit ins Boot holen“.

Schon mit dem Gemeindebrief im September will man Interessenten ansprechen, sagte Robeller. Diese Bürgergruppe soll dann dem Architekten Vorschläge für eine Nutzung des Raumes machen, gleichzeitig soll der Fachmann schon von Anfang an die Bürger begleiten, so dass keine unrealistischen Träume entstehen oder sich die Diskussion verläuft. Auf diese frühe Hinzunahme eines Experten hatte Bürgermeister Robeller gedrungen, um sich nicht zu „verzetteln“. Der Gemeinderat hatte sie dann knapp beschlossen.

Für den Brandschutz und die Barrierefreiheit werden bei einem Umbau größere Maßnahmen fällig. Wahrscheinlich sind dies ein Aufzug und ein zweiter Fluchtweg, sprich ein Notausgang. Damit wäre dann aber wahrscheinlich auch der zweite Raum im Dachgeschoss, der bisherige Schulungsraum der Feuerwehr, für größere Veranstaltungen nutzbar.

Ein wenig pikiert zeigte sich Robeller von einem Brief der Zukunftswerkstatt Hattenhofen. Diese hatte von sich aus noch einmal an das Amt für ländliche Entwicklung geschrieben. Die Zuständige hatte Robeller in einem mündlichen Gespräch wenig Chancen für eine allgemeine Dorfentwicklung eingeräumt. Die Zukunftswerkstatt schrieb nun in ihrem Brief, diese Aussage sei schwer nachvollziehbar. Das ALE solle noch einmal zu einem Besichtigungstermin in die Gemeinde kommen.

„Vom Grundsatz her wurde nichts Falsches geschrieben“, sagte Robeller. Er bitte aber schon um eine Abklärung mit ihm als Bürgermeister, wenn ein solcher Brief geschrieben werde. Die Zukunftswerkstatt sei schließlich kein Parallelorgan zum Gemeinderat.

Das östliche Dachgeschoss des Gemeindegebäudes befindet sich seit der Fertigstellung im Jahr 2002 im Zustand eines besseren Rohbaus. In dem Haus sind Feuerwehr, Bauhof und Schützen untergebracht. Schon seit mehreren Jahren will die Gemeinde dort einen Mehrzweckraum einrichten, um Bürgern und Vereinen die Räumlichkeiten anbieten zu können.

von Fabian Dilger 

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