Interview zur Zukunft des Bürgermeisters

Bürgermeisterwahl 2020: Hattenhofens Chef hat Spaß an seiner Arbeit

  • Fabian Dilger
    VonFabian Dilger
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Zwei Sachen sind in Hattenhofen klar: Bürgermeister Franz Robeller  will sich 2020 aller Voraussicht nach zur Wiederwahl stellen.

Hattenhofen – Franz Robeller setzt noch ein kleines Fragezeichen vor seine erneute Kandidatur. „Es ist ein bisschen abhängig von meinem Gesundheitszustand“, sagt der 65-Jährige. „So wie es mir momentan geht, glaub ich schon, dass ich noch einmal antrete“, sagt Robeller aber grundsätzlich. Der ehemalige Polizist ist ehrenamtlicher Bürgermeister, deswegen gibt es auch keine Altersgrenze, die er bei seiner Kandidatur beachten müsste.

2014 wurde Robeller mit über 64 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt, als Nachfolger von Mathias Ettenberger. In den viereinhalb Jahren bisher hat er Freude bei seiner Arbeit empfunden: „Im Großen und Ganzen macht es mir Spaß.“

In der bisherigen Amtsperiode sind unter Robellers Ägide einige Großprojekte auf den Weg gebracht worden. Neues Baugebiet, neues Kinderhaus, Kläranlagen-Erweiterung – all das hängt mit dem stetigen Wachstum der Gemeinde zusammen. Robeller freut sich, wenn er etwas für Hattenhofen bewegen kann, die Kläranlagen-Erweiterung zum Beispiel sei unabdingbar für die weitere Ortsentwicklung.

Die Arbeitsbelastung ist für den Rathauschef kein Problem. Ein paar Stunden jeden Tag bringe er auf. Seine Frau habe Verständnis dafür, seine beiden Kinder sind mit 20 und 22 Jahren schon erwachsen und deswegen auch nicht die ganze Zeit auf den Vater angewiesen. „Mit der Familie ist es für mich relativ gut zu vereinbaren“, sagt Robeller.

Ab dem Frühjahr wird die Gruppierung UWG Haspelmoor, die neben dem

Franz Robeller setzt ein kleines Fragezeichen.

Bürgermeister fünf weitere Gemeinderatsmitglieder stellt, so langsam auf die nächste Kommunalwahl blicken. Eine Wiederholung der Bürgermeisterwahl 2014 wird es auf alle Fälle nicht geben. Der damalige Gegenkandidat Johann Wörle (CSU) tritt definitiv nicht mehr an. Die örtliche CSU sei in Gesprächen, heißt es. Ob es einen Bürgermeisterkandidaten und eine Liste für den Gemeinderat in 2020 geben wird, steht laut Wörle aber noch nicht fest: „Es ist wirklich noch offen.“

Im Frühjahr hat die CSU ihre Jahresversammlung, dann möchte Wörle eigentlich auch sein Amt als Ortsvorsitzender an einen Jüngeren übergeben. Ein Generationenwechsel, den Wörle auch gerne im Rathaus sähe: „Wir bräuchten einen Jungen, der vieles auf neue Füße stellt.“

Bei der letzten Bürgermeisterwahl außen vor war die Dorfgemeinschaft Hattenhofen, die vier Vertreter im Gemeinderat hat. 2014 kandidierte niemand, ob es 2020 wieder so ist, darüber werde man sich erst jetzt im neuen Jahr Gedanken machen, sagt Vize-Bürgermeisterin Elisabeth Trappmann. Dann will die Dorfgemeinschaft sich beraten, wer für den Gemeinderat kandidiert und ob es Interessenten für das Bürgermeister-Amt in ihren Reihen gibt.

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